Samstag, 3. Oktober 2015
Helau, die Uni geht weiter!
Entsprechend sah meine Woche aus: Module belegen, Stundenplan vorbereiten, Notizen vom letzten Semester wegsortieren, Rucksack packen (ja, das mach ich zwei Wochen vorher). Dazwischen der leidige Haushalt mit nachwachsendem Abwasch und natürlich immer die Nachmittagsspaziergänge mit Sohnemann. Ganz entspannt soweit.
Auch einen Spieleabend hab ich endlich mal wieder besucht, erschreckenderweise nur eine Runde gewonnen - das schreit nach Revanche!
Einen schönen Feiertag allen meinen drei Lesern!
Donnerstag, 1. Oktober 2015
Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, regelmäßig zu Brettspiel-Abenden zu gehen. Seit der kleine Herr F. da ist, schaffe ich das leider so gut wie nicht mehr. Außerdem gibt es erschreckend viele unter meinen Freunden und Bekannten, die beim Wort "Spieleabend" das Gesicht verziehen und keine Lust mehr haben.
Spieleabend, meine Damen, bedeutet aber natürlich nicht Mensch-ärgere-dich-nicht bei Rotwein und Lachshäppchen, sondern da geht es hart zur Sache, da werden Kriege geführt und Monster gejagt und ein bisschen nerdig wird es auch. Mein absoluter Favorit der letzten Jahre ist dabei Thunderstone:
Das Spielprinzip ist etwa dasselbe wie bei Dominion, das heißt die Spieler bauen sich im Laufe des Spieles ein Deck. Man spielt gleichzeitig gegen die Mitspieler und gegen das Spiel selbst, indem man in Dungeons zieht und Monster tötet, die mal mehr, mal weniger gefährlich sind und dementsprechend mehr oder weniger Punkte bringen. Weil es für Anfänger relativ lange dauert, die Regeln alle zu durchschauen und eine eigene Strategie zu finden, ist Thunderstone eher für fortgeschrittene Spieler geeignet.
Ich mag das Spiel, weil man tatsächlich strategisch denken muss, um zu gewinnen (und ich gewinne immer). Jeder Spielzug will sorgfältig überlegt sein, und zwar bevor man dran ist und mit dem nötigen Ernst, denn: Wir spielen doch hier nicht zum Spaß!
Montag, 28. September 2015
Herr F. ist ein Naturkind genau wie ich. Als ich klein war, habe ich tonnenweise Blumensträuße gepflückt, Steine und Blätter gesammelt, Kastanien gehortet und Moosmännchen gebaut. Herr F. und ich, wir sehen keine vergammelten Laubhaufen, wir sehen viele tausend einzelne Schönheiten. Und genau wie ich sitzt er auf dem Spielplatz selten mit anderen Kindern zusammen, sondern bäckt konzentriert einen Sandkuchen nach dem anderen. Manchmal tritt jemand darauf, dann schaut er mich traurig an und knetet seine Ohren.
Gestern saßen wir fast zwei Stunden lang im Park auf der Wiese und haben bunte Kirschbaumblätter zusammengetragen, in seinem kleinen Abschlepptruck gesammelt und in die Luft geworfen. Es gibt so Momente, da ist die Welt in Ordnung.
Samstag, 26. September 2015
Diese Woche war es etwas ruhiger um mich - Dienstag habe ich mir mit wer-weiß-was den Magen verrenkt, hatte vier Tage lang Bauchkrämpfe und Schmerzen und die ganze Zeit so ein ekliges Gluckern im Bauch, als hätte jemand Brausepulver reingeworfen. Meine Ernährung fiel dementsprechend einseitig aus - Haferbrei, Zwieback und mit viel Vorsicht eine Möhren-Kürbis-Suppe - und auch heute wird mein Samstagskaffee neben einem Glas Haferschleim, oder wie man in Hipsterhausen sagt, Overnight Oats, serviert:
Das Rezept ist einfach: 4 bis 5 EL Haferflocken und 1 EL Kokosraspel mit warmer Milch übergießen, Deckel zu und über Nacht im Kühlschrank weichen lassen. Am nächsten Morgen zwei TL Honig einrühren, fertig ist das magenschonende Matschfrühstück. Eigentlich mag ich keinen Brei und allgemein zu weiches Essen, also musste ich mich etwas überwinden. Aber wer die Konsistenz mag, für den sind Overnight Oats definitiv ein gesundes, leckeres und schnelles Frühstück. Auch wenn es eigentlich nur Birchermüsli für Hipster ist.
Ein weiteres gut funktionierendes Hausmittelchen gegen Krämpfe und Bauchschmerzen (auch menstruelle) ist Pfefferminztee. Da ich neulich meine Minze auf dem Balkon vereinzelt und ausgesetzt habe und sie zuverlässig sofort angefangen hat, zu wuchern, habe ich ihn aus frischen Blättern angesetzt:
Ein Zweigchen oder zwei zerpflücken, mit heißem Wasser übergießen und einen TL Honig einrühren. Minze wirkt desinfizierend, krampflösend und erfrischend, außerdem wirkt das Menthol gegen das leichte Hungergefühl, dem man eher zurückhaltend nachgeben sollte. So ausgerüstet, habe ich zumindest das Gröbste überstanden.
What else is new?
Morgen gehen die Einschreibungen los und ich stehe wieder vor der schweren Balance zwischen "Das interessiert mich" und "Das brauch ich im Studienverlaufsplan" - in dem ist nämlich genau festgelegt, wieviel ich wovon machen muss, und wenn ich halbwegs pünktlich fertig werden möchte, muss ich mich daran halten. Eigentlich würde ich gerne jetzt mein Mittelaltermodul erledigen, aber irgendein Scherzkeks hat sich ausgedacht, dass die Veranstaltungen dieses Semester alle abends stattfinden. Vielleicht hole ich endlich Latein nach oder springe in die Neuere Geschichte. Arabisch mache ich auch weiter, jetzt wo ich schon mal damit angefangen habe.
Letzte Woche habe ich mich mithilfe der
fruchtbar.org-Karte auf die Suche nach Wildobst gemacht. Und einiges gefunden. Zum Beispiel Wildäpfel:
Die meisten anderen Früchte, die ich im Auge habe, sind demnächst ebenfalls reif. Ich habe noch einen ganzen Post zum Sammeln und Verarbeiten in Arbeit, also dazu später mehr.
Donnerstag, 24. September 2015
ottos mops trotzt
otto: fort mops fort
ottos mops hopst fort
otto: soso
otto holt koks
otto holt obst
otto horcht
otto: mops mops
otto hofft
ottos mops klopft
otto: komm mops komm
ottos mops kommt
ottos mops kotzt
otto: ogottogott
ernst jandl. |
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