Mittwoch, 17. Juni 2015
Was können wir Ossis besonders gut? Richtig, unzufrieden sein. Und was tun wir mit all der Unzufriedenheit? Wir wenden uns wahlweise linken oder rechten Strömungen zu und schlagen alles kurz und klein.
Nicht, dass mich Leute, die das tun, nicht nerven würden. Es macht keinen Spaß, an Haltestellen mit abgefackelten Mülleimern und zerkloppten Scheiben zu warten. Es macht auch keinen Spaß, sich immer wieder montags für die 200 Würstchen fremdschämen zu müssen, die da als "Legida" zwei Meter spazieren gehen und damit mehr Aufruhr verursachen als nötig.
Freitag, 24. Februar 2012
Ich habe heute eine seltsame Diskussion geführt. Am Beispiel von Sexualität wurde angeführt, die Leute sträubten sich immer dagegen, dass etwas angeboren statt zum Beispiel sozialisiert sein könnte; ich wiederum konnte das gut verstehen.
Allein die Vorstellung, einer Tatsache "hilflos" gegenüber zu stehen, sie nicht anders erklären zu können als durch "das ist eben so", finde ich grauenvoll. Man ist doch Mensch, ist doch intelligentes Wesen, ist doch Persönlichkeit - wie kann solche Komplexität durch schnöde Biologie erklärbar sein, und wieso sollte man sich ausgerechnet von der Natur aufhalten lassen? Sicher, Gene, Hormone, Nervenkostüm, all das determiniert uns, aber ohne äußere Einflüsse, Sozialleben, Bewusst- und Unbewusstsein, ohne die materielle und immaterielle "Umgebung", in die wir geraten, haben sie doch keinen Nährboden.
Dienstag, 21. Februar 2012
- Im Ohr: Sol Invictus - Raining in April. Vermischt mit der schlechten elektronischen Popmusik der Vietnamesin unter mir und Kettensägenlärm aus dem Hinterhof.
- Im Blick: Meine neu aufgehangene und mit allerlei Geschichtskram beklebte Pinnwand. Rechts oben ein roter Kussmund. Darunter eine Postkarte meiner Mutter und eine Schwarzweiß-Fotografie von Pina Bausch.
- Im Kopf: Geschichtskultur nach Rüsen. Geschichtsbewusstsein nach Pandel. Schuhe von Jeffrey Campbell und die letzten fünf Tage.
- Im Bauch: Profanerweise Spaghetti mit Tomatensauce. Obstsalat. Pfefferminztee.
And with that
I end this Song.
Sol Invictus - Raining in April
Mittwoch, 8. Februar 2012
- Feeling: Sleepy and cold
- Listening to: Martin Gore - I cast a lonesome Shadow
- Watching: Cat, being cute
- Reading: Jeanne-Marie Leprince de Beaumont - La belle et la bête
- Wearing: Woollen socks
Leben ist speicherbar.
(And One)
Sonntag, 4. Dezember 2011
Und alles ist in Ordnung, wie die rosa Zuckerguss-Herzchen auf Omas Weihnachtskeksen.
Die Krümel am Boden der Dose werden, wenn es vorbei ist, für Vögel in den Hof gestreut.
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