Mittwoch, 7. September 2016

Einschub

Eine bittere Erkenntnis brachte die Woche: Man kann in Menschen nicht hineinsehen.
Man kann ihnen nicht ansehen, anmerken oder vorausahnen, wozu sie fähig sind. Und manchmal ist es nur Zufall, ob man es jemals herausfindet.
Samstag, 30. April 2016

Samstagskaffee - Woche #18

Oben sieht man es schon ein bisschen: Es ist mal wieder Blogbastelzeit. Der Kaffeefleck auf dem ansonsten eher cleanen Header passt irgendwie sehr gut zu meinem Alltag gerade.

Apropos Kaffee: Ich finde einfach keine gute Kaffeesorte. Der letzte, den ich gekauft habe, war ein Totalreinfall, er war bitter, säuerlich und auch mit Milch verdünnt einfach nicht zu genießen. Mein Mann brachte mir dann eine Probe aus einer lokalen Leipziger Rösterei mit, der aber irgendwie einen Nachgeschmack von Spülmittel hatte. Also, ich möchte die kleinen tollen Röstereien hier (zum Beispiel die in meinem Viertel, die morgens immer so großartig riecht) ja unterstützen und bin immer dafür, lokal zu kaufen, und natürlich sind mir die ganzen Standards zu Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit und so weiter wichtig, ABER was nützt mir das, wenn der (logischerweise recht teure) Kaffee nicht schmeckt? Im Moment koste ich also bei allen Freunden, bei denen ich zu Besuch bin, ihren Kaffee.

Zeitmaschine


Ich wollte mein Schlafzimmer aufräumen. Und wie das so ist, wenn man aufräumt - nach nicht einmal zehn Minuten durchaus motivierten Regalanstarrens fiel mir meine Bildermappe aus der Grundschule in die Hände:


Schuleingang
Im Hintergrund der einzig stabile Teil unseres Hauses.
2. Klasse, hier in der Bildmitte.
Mit im Bild mein Schwarm, mit dem ich nie auch nur ein einziges Wort gewechselt habe.


Dann war meine Mutter da. Meine Mutter! Ich habe also Stunden in Putzen und Aufräumen investiert, auch wenn das Resultat wahrscheinlich nur mir auffiel. Es war trotzdem ein okayer Abend, und Söhnchen freute sich, ihr alle seine Automarken vorführen zu dürfen.

Lesenswert


  • Nach der sehr guten Legida-Reihe wagt sich die flohbu.de jetzt nach Dresden: #DD2504 - der Verweis auf Klemperers LTI kann hier nur noch mal nachdrücklichst wiederholt werden
  • Den Donnerstagsdiskurs der Uni im Live-Tweet kann man hier nachlesen - inkklusive des Rauscherschen Opfergehabes (fiel eigentlich das Wort "Lügenpresse" oder konnte er es drinbehalten?)
  • Wie ist das denn nun mit dem neuen Sexualstrafrecht? Schön zerpflückt und erklärt von Nicole bei kleinerdrei
  • Damit es nicht ganz so deprimierend ist: Heldenstadt hat die neuesten Leipzig-Blogs aufgelistet.

Wohin am Wochenende?


Heute ist Georg-Schwarz-Straßenfest! Geht vor die Tür, es soll schönes Wetter werden.
Dienstag, 19. April 2016

Überflussgesellschaft

Ich habe einen schönen, schwierigen Artikel gelesen. Schön deswegen, weil er mir aus der Seele spricht, weil ich genau diese Situationen kenne, weil ich über solche Dinge viel nachdenke. Schwierig deswegen, weil ich in diesem Artikel eine andere Rolle einnehmen würde, weil das Thema mich, oft genug unangenehm, berührt und dazu geeignet ist, Menschen aneinander geraten zu lassen. Und es fällt mir sehr schwer, darüber zu schreiben, weil ich eben dieses Aneinandergeraten überhaupt nicht will.

Es geht um Überfluss. Ums Schenken. Um den Wert der Dinge.

Als ich klein war, war die Sache klar: Geschenke gibt es zum Geburtstag und zu Weihnachten, vielleicht noch Schokolade zu Ostern. Kleine Geschenke gibt es von den Eltern, große von den Großeltern. Darauf konnte man sich verlassen, darauf konnte man sich freuen. Viele Kinder bekamen mehr als ich, manche weniger, so war das eben, und von Oma und Opa wünscht man sich die teuren Sachen, so ist das noch heute bei mir.

Bei meinem Kind ist das ein bisschen anders. Mein Sohn hat nicht nur ein Paar Großeltern, sondern drei, dazu die Urgroßeltern, und drei Tanten, und seine Eltern haben Freunde. Und er hat uns, die wir beide auch Mangel kennen und natürlich wollen, dass ihm nichts fehlt. Gleichzeitig soll er den Wert von Dingen erkennen, Sachen zu schätzen wissen und lernen, dass manche Dinge einfach höhere Ziele sind als andere, dass Geschenke nicht auf Bäumen wachsen und ein Wunsch nicht immer sofort erfüllt werden kann. Er weiß nicht, was Geld ist, außer, dass wir es manchmal haben und manchmal nicht, ohne zu verstehen warum.

Dienstag, 15. März 2016

#ltwlsa

Sachsen-Anhalt, du Miststück. Nicht, dass ich die große Hysterie, die jetzt zum Teil ausbricht, unterstützen möchte, ich bin mehr der Ansicht, dass eine Partei, die kein einheitliches Profil und schon gar kein einheitliches Programm hat, sich vermutlich in der Bewährungsprobe ziemlich auf die Schnauze legen wird. Mich ärgert vielmehr, dass die "Protestwähler", die jetzt denken, sie hätten es irgendwem "gezeigt", offensichtlich nicht daran gedacht haben, dass eine Landtagswahl mit dem, was sie eigentlich wollen (böse braune Menschen raus) rein gar nichts zu tun hat.

Ich bin ja großer Fan von Landes- und Kommunalpolitik, und denke, beides wird extrem unterschätzt und missachtet. Gerade auf Landesebene fallen so viele Entscheidungen, die direkten unmittelbaren Einfluss auf das Leben der Menschen haben (Bildung, Kultur, Infrastruktur etc.), dass man sie auf gar keinen Fall irgendwelchen Kaspern überlassen sollte, die die nächsten Jahre dafür nutzen werden, für Krawall zu sorgen und Entscheidungen aus einer Laune heraus zu blockieren. Der gesamte Wahlkampf der AfD hatte nichts, wirklich nichts mit Landespolitik zu tun, es wurde den Leuten vermittelt, man könne jetzt und hier über die Zukunft ganz Deutschlands entscheiden, wichtige Fragen, die Sachsen-Anhalt beschäftigen sollten, wurden nicht gestellt und interessieren auch offensichtlich nicht, weder die Wähler noch die Gewählten.

Diese ganze "Protestwahl"-Aktion ist einfach nur eine sinnlose Demonstration von Dummheit, und so etwas macht mich wahnsinnig. Dummsein und dann noch nicht nachdenken, das ist die schlimmste Kombination, die ich mir vorstellen kann.





Nun, wir werden sehen. Schließlich saß auch die NPD schon in Landtagen, und bis auf lustige Youtube-Videos ist dabei nichts rausgekommen.

Donnerstag, 3. März 2016

Sächsische Verhältnisse.

Zur Zeit wird viel geschrieben über Sachsen, vor allem von Leuten, die nicht aus oder in Sachsen sind. Es wird viel analysiert, viel karikiert und pauschalisiert, und meistens drängt sich mir der Eindruck auf, man sei froh, endlich einen Bevölkerungsteil zu haben, an dem man all die rassistischen Entgleisungen, die sich derzeit über Deutschland entladen, festmachen kann, und gleichzeitig alles loswerden, was man "dem Ossi" schon immer mal sagen wollte.

Ja, Sachsen hat ein Rassismusproblem. Es gibt viel, was hier seit Jahren schief läuft, viele Entwicklungen, die dazu geführt haben, dass sich dieses Problem so festsetzen konnte. Ich bin selbst manchmal erschrocken darüber, wie fest es sitzt, wie eng es mit dem Staat und seinen Institutionen verflochten ist, und wie deutlich es sich bemerkbar macht. Besonders die deutliche Differenzierung bei Demo-Auflagen finde ich im besten Falle bemerkenswert. Rechte Demos, egal wie gewaltbereit in der Vergangenheit, dürfen beinahe ungestört quer durch die Stadt marschieren und Woche für Woche den Ring lahmlegen, während die Gegenproteste unverhältnismäßig durch Auflagen eingeschränkt werden, zum Teil nicht einmal gleichzeitig zur Demo stattfinden dürfen und ohne Konsequenzen für die Täter angegriffen und bedroht werden.

Und dass das keine Zufälle sind, wird in dieser Bundestags-Rede sehr deutlich gesagt:



"Der rechte Mob fühlt sich in Sachsen in Sicherheit - das ist ...
Nein, Clausnitz und Bautzen sind keine Einzelfälle. Das ist sächsische Normalität. Sie ist das Ergebnis von 25 Jahren bewusster CDU-Politik. Das habe ich in meiner Rede in angemessener Deutlichkeit gesagt.
Posted by Michael Leutert on Mittwoch, 24. Februar 2016


Ich liebe meine Heimat, wirklich, ich bin als Sachse normalerweise ziemlich patriotisch. Sachsen hat einzigartige Landschaften, kulturelle Vielfalt, eine reichhaltige und großartige Geschichte, Spitzenplätze auf allen Ebenen der Bildung, und tausend verschiedene regionale Besonderheiten und Traditionen.
Aber jetzt gerade eben schäme ich mich für das Bild, das meine Heimat in den Medien abgibt, und das, bis auf die scheußlichen Versuche des Sächselns, die sich westdeutsche "Komiker" gerade geben, einfach nicht mehr so leicht zu widerlegen und abzutun ist. Na klar, Sachsen ist nicht das einzige Bundesland, in dem es solche Auswüchse gibt.

Aber macht es das wirklich besser?

Samstag, 16. Januar 2016

Samstagskaffee - Woche #3


via musicfeeds.com.au


Es gibt Zeiten, in denen ist es besonders schwer, auf dieser Welt zu leben. Es ist schwer, Frau zu sein, es ist schwer, denkender Mensch zu sein. Es ist schwer, nicht in Automatismen zu verfallen, und manchmal hätte ich Lust, mich einfach einer obskuren Sekte anzuschließen, nur um einer höheren Macht pauschal die Schuld geben zu können, und sie nicht in komplexen politischen und soziokulturellen Zusammenhängen zu suchen, die sich nicht lösen lassen.

Die gleiche Ohnmacht, die ich seit Jahren empfinde, wenn wieder einmal ein Raketenhagel einen Waffenstillstand in Israel bricht, wenn wieder ein Versuch scheitert, in den USA schärfere Waffengesetze einzuführen, wenn wieder irgendwo ein gigantischer Missbrauchsskandal aufgedeckt wird, die gleiche Ohnmacht scheint sich im Moment regelrecht festzusetzen und mich zu lähmen. In- und außerhalb meiner Familie scheint seit Jahren eine Hiobsbotschaft die nächste zu jagen, und es gibt Zeiten, da vergisst man die ganzen guten Nachrichten dazwischen.

David Bowie ist gestorben - der einzige Mensch auf der Welt, an dessen Unsterblichkeit ich wirklich und wahrhaftig geglaubt habe. Natürlich finden viele es albern, um Menschen zu trauern, die man nicht persönlich kannte, aber solche Leute wiegen auch Menschenleben gegen Menschenleben auf und sagen höhnisch Sätze wie: "Der Tod eines Menschen ist eine Tragödie, der Tod von Millionen nur eine Statistik." Dieser Satz stammt übrigens von Josef Stalin, und er stimmt. Weil unser Hirn ab einer bestimmten Dimension Tragödien nicht mehr verarbeiten kann und sich damit schützen muss, sie in Statistiken umzuwandeln. nicht umsonst haben wir (ja, wir) jahrelang mehr oder weniger geistesabwesend die ertrunkenen Menschen im Mittelmeer überblättert, aber waren schockiert und fassungslos angesichts der Leiche eines Kleinkindes am Strand.

Und so war es auch sein Tod, der mich diese Woche schockiert hat (und, ein paar Tage später, Alan Rickmans). Die Welt ist ärmer um einen Mann, der Millionen von Leben berührt und besser gemacht hat.

Freitag, 23. Oktober 2015

Das Märchen von der Vereinbarkeit: Es war einmal eine voll berufstätige Mutter...


Arbeitende Mütter: Wenn sie gebraucht werden....


Noch ne Muddi schrieb einen Artikel über die "Teilzeitfalle" - die Mär von der Vereinbarkeit von Kind und Beruf ("Karriere" findet sie an dieser Stelle, wie ich, übertrieben). So sehr ich verstehen kann, was sie schreibt, und so sehr mich die Statistiken ärgern, die Deutschland seine peinliche Rolle als Schlusslicht in Sachen Vereinbarkeit bescheinigen, so sehr denke ich auch jedes Mal: Es ist halt nicht immer schlau, sich erst ein Nest zu bauen und dann kontrolliert und abgezählt seine Eier reinzulegen.

Klar, es wird einem nicht leicht gemacht, jung Kinder zu kriegen. Klar, ich würde gerne öfter auf Party gehen oder mal ausschlafen oder mein Studium durchziehen und mir meinen Traumberuf suchen. Und klar, die älteren Mütter, die mit ihren stylischen Kinderwägen ohne kaputtes Hinterrad und ihren Kindern in Klamotten, die nicht tausend mal aufgetragen sind, auf dem Spielplatz neben mir sitzen, die beneide ich auch ein bisschen. Andererseits unterhalten sie sich über ihre Kinder, als seien sie ein wichtiges Projekt, das man auf jeden Fall richtig angehen muss, und nicht einfach nur, naja, Kinder, und wenn sie über die Arbeit reden, dann darüber, wie schwer es ihnen gemacht wird als Mutter.

Dieses seltsame Warten-auf-den-richtigen-Moment, das den Frauen hierzulande seit 25 Jahren eingebläut wird und dafür sorgt, dass die durchschnittliche Erstgebärende mittlerweile über 30 ist, sorgt eben auch dafür, dass man sich diese Pause, die jedes Kind einfordert und die hier schwerer fällt als irgendwo sonst auf der Welt (außer Japan), immer weniger leisten kann. Das ist natürlich schrecklich und ungerecht und gemein, und man sollte etwas dagegen tun, aber darauf warten, dass die Umstände sich meinem Leben anpassen, ist nicht immer die aussichtsreichste Methode.





Ich habe das Gefühl, meine Altersgenossen stellen komplett überzogene Ansprüche an ihr Leben. Ich bin immer dafür, nach Höherem zu streben und für seine Ziele zu kämpfen, aber angesichts beispielsweise unserer Scheidungsrate ist es einfach unrealistisch, auf eine harmonische Kleinfamilie mit dem perfekten Mann, den perfekten Kindern und dem perfekten Labrador zu hoffen, wenn man unterwegs so viel mehr Spaß haben könnte. So what, wenn der Mann nicht perfekt ist, die Kinder viel mehr Arbeit machen als geplant und der Hund nicht hört?

Hoffnungen auf gerade Lebenslinien, die in allen Bereichen stetig nach oben gehen, können nur enttäuscht werden. Wenn ich immer von dem Gedanken gehetzt bin, mir eine Karriere und ein sicheres Leben aufzubauen, damit dann endlich alles gut wird, werde ich vermutlich später feststellen, dass vor allem erst einmal alles anstrengend und kompliziert wird. Egal wie lange ich es herausschiebe, Kinder halten sich nicht an Pläne. Sie haben ihre eigenen.

Das hört sich alles so an wie eine ihr-seid-selbst-schuld-Tirade über Leute, die später Kinder kriegen als ich. Das wollte ich natürlich nicht sagen. Es ist ein Unding, dass Arbeitswelt und Gesellschaft in Deutschland auf kinderlose Singles mit 50-Stunden-Arbeitswoche aufgebaut sind und Familien (und erst recht Alleinerziehende) in wirklich jedweder Hinsicht benachteiligt werden. Solange sich das nicht ändert, wird sich auch an der fortschreitenden Vergreisung dieses Landes nichts ändern.

Alles, was ich sagen wollte, war: Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht. Hört auf, uns Angst zu machen vor einer unsicheren Zukunft, und unterstützt uns lieber dabei, die Gegenwart zu meistern. Denn: "It's not children that slow mothers down".


via funnyjunk.com

Dienstag, 18. August 2015

Mama, der hat keine Beine!

Das ist wohl der Schrecken aller Eltern: Begegnungen mit behinderten Menschen.
Beim Lesen des Artikels habe ich bemerkt, dass ich die meisten Tipps, die gegeben werden und die Herr Krauthausen auch auf seiner eigenen Seite ausführlicher schreibt, schon versucht habe, zu befolgen. Trotzdem ist es mir unangenehm, wenn mein Sohn, der einen Rollstuhl eher als großes Bobbycar begreift und mit der Begeisterung sichtet, die er sonst nur Feuerwehrautos widmet, auf jemanden zeigt und juchzt:

Mama, keine Beine! KEINE BEINE!


Montag, 27. Juli 2015

Das leidige Thema Gesunde Ernährung

Zuckerfrei, Bio und möglichst regional muss es sein, täglich Gemüse, saisonal und abwechslungsreich natürlich. Selten Fleisch oder lieber gar keines? Dürfen Kleinkinder Sojaprodukte essen? Was ist mit Allergenen wie Gluten, Laktose, Nüssen, Erdbeeren? Wasser trinken oder doch lieber Tee? Und darf mein Kind nun vegan sein oder nicht?

Wenig (außer dem elenden Schlafmangel) regt Ratgeber und Elterncommunities so sehr zum Austausch, zum Belehren und zur gegenseitigen Beschimpfung an und treibt Eltern in freier Wildbahn so die Schweißperlen auf die Stirn wie das Thema der richtigen kindlichen Ernährung.
via zentrum-der-gesundheit.de

In unseren Köpfen sieht es ungefähr so aus: 

Gutes, gesundes Essen macht gute, gesunde, kluge Kinder. Was wir an Liebe, Geld und Vitaminen in das erste Breichen investieren, zahlt sich millionenfach später per Jura-Stipendium aus. Wer fertig kauft, liebt sein Kind einfach nicht genug, wer es gar vor dem Fernseher Kekse knabbern lässt, hat seine Zukunftschancen quasi schon verspielt.

Samstag, 25. Juli 2015

10 Random Facts - 10 spektakuläre Enthüllungen

Eine Freundin sagte mir neulich, sie käme von Treffen mit mir immer vollkommen verstört zurück. Danach redeten wir über viele seltsame Dinge und tranken blubberige Getränke und schrien kurz nach Mitternacht unsere Gedanken zu Orgasmusproblemen über die KarLi.

Das hat mich inspiriert, mich kurz in all meiner Weirdness vorzustellen und eine Liste einiger meiner liebsten Eigenschaften zusammenzustellen.




Freitag, 24. Februar 2012

Ein jeder ist seines eigenen Glückes Schmied

Ich habe heute eine seltsame Diskussion geführt. Am Beispiel von Sexualität wurde angeführt, die Leute sträubten sich immer dagegen, dass etwas angeboren statt zum Beispiel sozialisiert sein könnte; ich wiederum konnte das gut verstehen.

Allein die Vorstellung, einer Tatsache "hilflos" gegenüber zu stehen, sie nicht anders erklären zu können als durch "das ist eben so", finde ich grauenvoll. Man ist doch Mensch, ist doch intelligentes Wesen, ist doch Persönlichkeit - wie kann solche Komplexität durch schnöde Biologie erklärbar sein, und wieso sollte man sich ausgerechnet von der Natur aufhalten lassen? Sicher, Gene, Hormone, Nervenkostüm, all das determiniert uns, aber ohne äußere Einflüsse, Sozialleben, Bewusst- und Unbewusstsein, ohne die materielle und immaterielle "Umgebung", in die wir geraten, haben sie doch keinen Nährboden.
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