Dienstag, 16. Februar 2016

Wardrobe Architect #2 - Grundausstattung

Endlich, endlich konnte ich mich mal dazu durchringen, die gute Arbeit des Kleiderschrankorganisierens weiterzuführen.

(c) https://blog.colettehq.com/wardrobe-architect/

Das Ziel eines gut sortierten und ausgemisteten Kleiderschrankes ist die "Grundausstattung", also diese Teile, die man je nach Stimmung und Wetter variieren und kombinieren kann, die, von denen man weiß, dass man sie mehr als einmal trägt, und die entsprechend sorgfältig ausgesucht und von besserer Qualität sein sollten.

In der Wardrobe Architect-Reihe findet man dafür folgende Kriterien:

  • Choose one to six silhouettes for the season.
  • Create a color palette.
  • Break down your silhouettes and colors into a list of pieces.
  • Organize what to make, what to buy, and what you already own.

Naja, wie ich im letzten Post schon festgestellt habe, ist das für mich nicht so schwer. Meine bevorzugten Formen und Farben sind eher limitiert und ändern sich im Laufe der Jahreszeiten nur bedingt (bauchfreie Tops zum Beispiel). Mit meiner Farbpalette bin ich zufrieden und möchte sie eigentlich nicht erweitern:





Sonntag, 23. August 2015

Auf den Nadeln im August: Norwegerpullover und Häkelmütze

Der Juli war ein stressiger Monat, der August wird nicht besser, und dazwischen herrscht so eine Hitze, dass man eigentlich wenig Lust auf flauschige Garne hat. Trotzdem habe ich mich an einen warmen Norwegerpullover, meinen ersten, gesetzt.



Die Maschenzahl orientiert sich wieder an meinem erfolgreich beendeten Gemini, das Blumenmuster am Ausschnitt ist aus einer Anleitung von DROPS. Die Wolle ist aus meiner Restekiste und besteht aus Acryl. Mag ich eigentlich nicht, aber zum Wegwerfen war sie irgendwie zu schade, und schön flauschig ist sie auch. Da ich ja plane, alle meine Wollreste zu verstricken, um Platz (für neue Wolle! Muahaha!) zu schaffen, musste ein warmes Teil her. Und was man auch bei 30° im Schatten nicht vergessen sollte: Der nächste Winter kommt bestimmt!

Apro pos Winter: Macht sich eigentlich außer mir schon jemand Weihnachtsgeschenkgedanken? Also, ich habe bereits fleißig gepinnt und gelistet. Da meine Familie von Jahr zu Jahr weniger begeistert von Selbstgestricktem ist und der Likör letztes Jahr eigentlich besser ankam, habe ich diesmal anderes vor. Und wie immer den festen Vorsatz, auch wirklich, wirklich rechtzeitig alles fertig zu haben...

Nach Ewigkeiten wird hier auch mal wieder gehäkelt; nicht für mich, sondern für eine Freundin, die mich neulich fragte, ob ich auch "diese Mützen" machen kann. Kann ich, natürlich. Vorbilder sind solche hier, mal schauen, was rauskommt:

(c) Wollwichtel via DaWanda (c) Planet of Fashion via eBay

Mit einer anderen Art Nadeln habe ich auch experimentiert: Die Nähmaschine und ich, wir werden wohl doch noch Freunde. Und nach einer ganzen Menge Probieren habe ich mich auch an Jersey gewöhnt.

Vorzeigefähig ist das natürlich noch nicht. Aber ich habe meine Liebe zu Samtleggings entdeckt, und da ich meterweise Samt im Regal habe, wird das wohl demnächst mal angepackt. Bis dahin ist und bleibt meine größte WIP die Hausarbeit, die ich in drei Wochen abgeben will. Wie es mir damit ergeht, schreibe ich lieber nicht auf, um nicht arme Studenten in spe zu verunsichern. Nur so viel: Die Albertina ist ein Haus, das Verrückte macht.

Verlinkt bei: Maschenfein - Auf den Nadeln im August.
Dienstag, 2. Juni 2015

Pack die Nähmaschine aus, es wird Frühling!

Was Handarbeiten angeht, bin ich furchtbar ungeduldig und schusselig. Aus diesem Grund bin ich eigentlich eine recht gute Strickerin, weil ich nach ein oder zwei Reihen auch längere Muster im Kopf habe und einfach so vor mich hin arbeite. Nach drei, vier Abenden sind die meisten Projekte fertig und dann geht es an etwas Neues.

Beim Nähen sieht es da schon anders aus. Die Arbeitsschritte sind länger und kleinteiliger, man muss sauberer arbeiten und Schusselfehler sind oft unkorrigierbar. Das frustriert, und hält mich davon ab, die Maschine doch mal wieder aus dem Regal zu holen, obwohl mir gerade für den Nachwuchs schöne Dinge einfallen würden.

Aber bekanntlich wird dieses Jahr alles anders und weil die Handarbeitskisten nach Resteverwertung schreien, hab ich mir das Simpelste vorgenommen, was mir einfiel - der kleine Mann braucht Halstücher.

Also Maß genommen, Schnittmuster auf einem Stück Altpapier entworfen, zwei Sorten Baumwollstoff ausgesucht und zugeschnitten, ratzfatz-zickzack-vernäht, fluchend wieder aufgetrennt weil natürlich falsch herum, neu vernäht, versäubert, mit Druckknöpfen versehen und - BÄM - Halstücher mit allerlei Fahrzeug.



Alles etwas unsauber, stört den Zwerg aber nicht.

Verlinkt bei: Creadienstag
Dienstag, 27. Januar 2015

Schwarz, schwarz, schwarz ist alles, was ich hab...

Eine vielleicht oberflächliche Frage, die mir trotzdem in den Sinn kam, als die wichtigsten organisatorischen Vorbereitungen für die Beerdigung meines Vaters abgeschlossen waren - was zieht man da eigentlich an?

Nicht, dass ich kein Schwarz im Kleiderschrank hätte - im Gegenteil, ich werde eher darauf angesprochen, wenn ich mal eine Farbe trage. Aber genau das ist ja das Problem. Schwarz ist meine Alltagsfarbe, sie hat nichts Besonderes mehr für mich.

Ich trage meistens Kleider, nie Hosen, bin nicht sehr zurückhaltend geschminkt, stecke mir die Haare hoch, auch das zählt also alles nicht. Im Endeffekt sähe ich damit nicht viel feierlicher aus, als an einem normalen Dienstag im Büro.
Freitag, 3. Oktober 2014

TGIF - Was tun, wenn man plötzlich Zeit hat?

Da ist er endlich - mein erster freier Nachmittag seit gefühlten Jahrzehnten. In Echt waren es vier Wochen, in denen ich zwischen Arbeit und Kind gependelt bin. Aber nicht heute! Le Monsieur hat sich bereit erklärt, den nachmittäglichen Spaziergang zu übernehmen und mich faul zu Hause auf der Couch zurückzulassen.

Da mir die in jahrelangem Studentendasein mühsam antrainierte Prokrastination irgendwie nicht mehr so recht gelingen möchte, habe ich mich entschieden, die Zeit mit der größten mir möglichen Sinnlosigkeit zu verbringen: Handarbeiten.

Ich habe mir, nach neu aufgeflammter Strick- und Häkelwut inklusive Wollehorten nun das Nähen vorgenommen, das ich vor mittlerweile locker acht Jahren mehr oder weniger entnervt aufgegeben hatte. Aber man wird alt, weise und langweilig, noch dazu ein bisschen öko und Mutter; allesamt hervorragende Voraussetzungen zum Handarbeiten, besonders wenn es um Kinderkleidung geht, die neu gut und gerne mal einen kleinen Urlaub im Jahr verschlingt.
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