Freitag, 4. März 2016

Sonntagsfrühstückshefezopf

Letztens hatte ich einen Supermutti-Anfall und habe nicht nur zusammen mit Herrn F. die Fenster geputzt (das erste Mal seit vier Jahren. Ähem.), sondern auch zum Frühstück einen frischen, süßen Hefezopf gebacken.





Eigentlich macht das gar nicht so viel Arbeit. Den Teig habe ich abends vorbereitet und morgens vor der Arbeit schnell fertiggebacken - und der Zopf war einfach göttlich. Fluffig, süß, leicht zitronig und auch am nächsten Morgen noch lecker. Er reichte locker für beide Tage, obwohl Herr F. auch zur Vesper noch einmal zwei Scheiben verdrückt hat.


  • 500g Mehl
  • 200ml Milch
  • 80g Butter
  • 1 Würfel Frischhefe
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 100g Zucker
  • Vanille, Zitronenschale nach Belieben

Milch erwärmen, Butter darin schmelzen. Die trockenen Zutaten mischen, die Hefe dazubröckeln und dann die flüssigen Zutaten dazugeben. Alles so lange es die Arme hergeben durchkneten (oder gleich ein Rührgerät nutzen) und abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Morgen sollte er etwa das doppelte bis dreifache Volumen erreicht haben. Ordentlich durchkneten und zu einem Zopf flechten. Nochmals eine Viertelstunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann mit Milch bestreichen (eventuell mit Mandeln bestreuen) und ohne Vorheizen (!) in den Ofen schieben. Bei 200° etwa 35 Minuten backen.

Samstag, 20. Februar 2016

Samstagskaffee - Woche #8

Ein freier Vormittag Anfang der Woche gab mir endlich Gelegenheit, alle aufgeschobenen Hausarbeiten zu erledigen. Wenig romantisch, ich weiß. Aber ein sauberes Schlafzimmer - mit frischen Narzissenzwiebeln! - ist ein äußerst befriedigender Anblick. Wenn ich jetzt noch dazu komme, mein altes kaputtes Bücherregal zu ersetzen, bin ich fast zufrieden.


Grüne Mitbewohner: Narzissentöpfchen, Monstera, Efeu


Außerdem musste ich einsehen, dass Weihnachten vorbei ist, und den Weihnachtsbaum abschmücken. Schmerzhaft, aber es sind ja nur noch 9 Monate, bis er wieder steht - und wie schnell 9 Monate rum sein können, weiß ich schließlich ganz genau.

Am Donnerstag habe ich das erste Mal in meinem Leben eine Spülmaschine gekauft - es war furchtbar aufregend. Abwasch ist das Lästigste, was unseren Haushalt gerade befällt - jeden Tag wieder stapeln sich schmutzige Teller in der ohnehin schon mehr als knapp bemessenen Küche, jeden Tag streiten wir uns, wer jetzt wieder abwaschen muss, und nie habe ich genug saubere Töpfe, wenn ich kochen will. Abwasch raubt Zeit, Nerven und Platz, und als ich dann las, dass moderne Spülmaschinen sowieso wassersparender sind, setzte sich dieser Wunsch fest. Da wir eine Gastherme haben, die ewig braucht, um das Wasser zu erwärmen, ist die Ersparnis, wie ich sie ausgerechnet habe, trotz Stromkosten tatsächlich enorm.

Kurzum: Ich habe eine Spülmaschine gekauft. Sie hat fast mein letztes Gehalt verschlungen und muss noch geliefert werden, aber ich bin sehr zufrieden mit mir und freue mich jeden Tag auf DEN Tag, an dem ich das letzte Mal in eine mit Geschirr überfüllte Spüle starren muss. Der Spediteur sagte mir, das sei Montag, und bis dahin werde ich vermutlich alle damit nerven.

Das wird schön.

Samstag, 13. Februar 2016

Samstagskaffee - Woche #7




Ich hab Blümchen bekommen!
Jeder, der mich schon mal über die ersten Schneeglöckchen (die auch schon gesichtet wurden) hat jauchzen sehen, weiß: ich liebe Frühblüher, erste Frühlingssonnenstrahlen, Frühlingsluft und überhaupt Frühling. Frühling! Ich bin ein Frühlingskind, genau wie meine Mutter und meine Großmutter vor mir, und mein Märzsöhnchen nach mir. Mein Mann weiß das auch, und als er die Narzissenbündel sah, brachte er mir spontan welche mit.

Das da oben ist übrigens das Äußerste an Frühstück, zu dem ich morgens fähig bin: Kaffee, Erdnusscreme, Schokocreme. Ich kann vor dem Mittag einfach nichts zu mir nehmen, das nicht mindestens zu 95% aus Zucker und Fett besteht. Wenn ich also mal frühstücke, dann süß. Samstags auch oft auf Arbeit, wo mir meine Lieblingsköche ein paar Pancakes zaubern - und es meistens mit nicht ganz ernst gemeinten Drohungen ob der frühen Arbeit servieren. Die ganz verwegenen schicken noch ein "Iss nicht so viel, du wirst zu fett!" hinterher.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Advent, Advent #2 - Auf die Plätzchen, fertig, los!

Ein großer Vorteil am Muttersein ist ja, dass man plötzlich Kindheitserinnerungen und vernachlässigte Traditionen wieder ausgraben kann, ohne sich selbst kindisch zu fühlen. Dieses Wochenende standen Weihnachtsplätzchen auf dem Plan!

Beim Ausstechen und Verzieren war Herr F. mit großem kindlichen Ernst am Werk; nachdem im Adventskalender morgens ein eigenes kleines Ausstechförmchen steckte und die Vorfreude schürte, hatten es ihm vor allem meine DDR-Plasteförmchen angetan, die ich mir vor ein paar Jahren in einem dieser schrecklichen Ost-Kitsch-Läden gekauft habe. Herr Fuchs, Frau Elster und das Sandmännchen waren schon als Kind meine Favoriten in der Keksdose. Da sie leider auch immer die ersten sind, die zerbrechen, waren die Intakten unter meinen Geschwistern hart umkämpft, und irgendwie machte es mich zwanzig Jahre später froh, jetzt immer meine eigenen backen zu können.






Gerade beim Verzieren braucht man aber einiges an Geduld. Das Kind hat keinen Sinn für Symmetrie oder gleichmäßige Verteilung der Zuckerperlen. Stattdessen wurde ein armes einzelnes Sandmännchen mit einem Berg von bunten Streuseln versehen, die natürlich nicht halten wollten. Zwischendurch wurde die Pickup-Feuerwehr (hinten rechts) mit Dekor beladen und fuhr laut brummend Schlangenlinien, um Sterne und Schneeflöckchen zu versorgen. Dass dabei Zuckerguss auf der Tischplatte und allerlei Zucker in den Parkettritzen landete, störte nicht weiter.

Das Sandmännchen ist übrigens unter der süßen Last kollabiert und hat sich den Hals gebrochen - leider die häufigste Todesursache dieser Spezies.


Donnerstag, 8. Oktober 2015

Weck' me up, before you go-go...

Zugegeben, der Witz ist schlecht. Aber alles, auch Einwecken, macht viel mehr Spaß, wenn man dabei einen kleinen quietschbunten George Michael vor Augen hat, der im Dunkeln leuchtet und trällernd durch die Achtziger hüpft.





Dieses Jahr habe ich mich etwas eingehender mit Wildobst beschäftigt, und sammle gerade fleißig für meinen Weihnachts-Likör. Den setze ich aus selbstgemachtem Sirup und Hochprozentigem an; eigentlich sollte Holunder der Hauptbestandteil sein. Im Sommer war bereits Holunderblütensirup dran, der super geworden ist und ab und zu mit Minze und Zitronensaft zu Limo oder Hugo aufgegossen wird. Den Beeren dagegen ist der Sommer nicht bekommen - egal welchen Strauch man anschaut, die eine Hälfte der Beeren ist verdorrt, die andere grün. Deswegen wird kräftig gemischt - Kornelkirsche, Weißdorn, Zierquitten, Mispeln, Schlehen, Äpfelchen, Eberesche,... alles, was der herbstliche/winterliche Park so hergibt, kommt in den Topf. Und den Anfang macht ein wirklich ausgezeichneter...

Zierquitten-Zimt-Sirup




  • 0,75 kg Zucker
  • 2 kg Zierquitten
  • 2-3 l Wasser
  • 1 TL Zimt
  • Gewürze: In meinem Fall eine marokkanische Mischung aus Zimt, Nelke, Kardamom und schwarzem Pfeffer, die ich eigentlich mal für Couscous gekauft und für zu Pfefferkuchenartig befunden habe
  • n. B. Vanilleextrakt, Zitronenschale und -Saft, Minze... (Alles kann, nichts muss)


Früchte kleinschneiden, entkernen ist nicht nötig. Mit Wasser aufkochen, dabei immer wieder rühren. Dann abkühlen und 24 Stunden ziehen lassen. Die Früchte habe ich kurz mit dem Kartoffelstampfer bearbeitet. Am nächsten Tag durch ein Sieb abseihen und den Saft mit dem Zucker und den Gewürzen aufkochen, zwei Stunden im offenen Topf köcheln lassen, bis er eine dunkle (rötliche) Farbe angenommen hat. Zum Schluss heiß in (ausgekochte!) Flaschen oder Gläser füllen. Der Sirup geliert ganz leicht an; eine Stunde mehr hätte vielleicht Gelee draus gemacht, dazu würde ich dann aber noch Zitronenschale und/oder extra Pektin zusetzen.

Der Sirup schmeckt wunderbar weihnachtlich, wenn auch eher nach Äpfeln als Quitten. Aber um den süßen Geruch zu erhalten, rät das Internet zur Dampfentsaftung, und ich habe leider keinen Entsafter. Meine Mutter hatte mal einen, vielleicht sollte ich sie fragen, ob es den noch gibt.

Samstag, 19. September 2015

Samstagskaffee: Hausarbeit mal zwei

Während ich hier schreibe, sitze ich in der Küche, trinke einsam und alleine meinen Kaffee und habe Angst, das Kind zu wecken. Mein Smartphone, das sonst immer die Fotos für mich macht, wenn ich zu faul bin, die Spiegelreflex zu holen, liegt leider im Kinderzimmer, und so spiel ich ein bisschen mit meiner Webcam herum:


C-O-F-F-E-E
The one and only Kitler Ziggy Stardust

Die Spüle im Hintergrund ist übrigens von Ikea und wie die ganze Küche so auf unseren Riesenhaushalt eingestellt, dass die meisten unserer Besucher einen von uns fragen müssen, wenn sie etwas brauchen.

Diese Woche stand ganz im Zeichen der Hausarbeit - im doppelten Sinne: Dienstagabend, kurz vor Mitternacht und damit Ende der Frist, habe ich meine Arbeit in Alter Geschichte abgeschickt (Applaus, Applaus)! Die Professorin war extrafleißig und hat mir bereits die Note zurückgeschrieben: 1,7 (Tosender Applaus!). Damit ist das Semester jetzt endlich abgeschlossen und ich kann mich der Planung des nächsten widmen.

Der andere Wortsinn bestimmte den Rest der Woche: Meine neugewonnene "Freizeit" konnte ich nicht genießen, dafür war im Haushalt zu viel aus den schlumpigen letzten Wochen nachzuholen. Außerdem ist wieder einmal die Tagesmutter ausgefallen und der kleine Herr F. wollte ebenfalls betreut werden. Apropos: Wie lange geht eigentlich diese furchtbare Trotz- und Ningelphase noch? Das Kind treibt mich in den Wahnsinn mit seiner Sturheit.


Mehr Webcamblödsinn

Heute steht noch eine Geburtstagsfeier an. Der kleine Herr F. kommt mit, und so werden wir vermutlich brav um acht wieder abziehen, aber vorher fleißig Flammlachs, feurige Hähnchenspieße und Steaks verschlingen, und Muttern wird genauso fleißig mit Bier nachspülen (der große Herr M. trinkt nicht).

Fröhliches Wochenende!


Donnerstag, 20. August 2015

Grüne Smoothies

Ich neige ja eigentlich dazu, Trends, erst recht Food-Trends, grundsätzlich schon mal doof zu finden. Rohes Gemüse und Obst zusammen zu pürieren, erschien mir außerdem wenig appetitanregend. Da ich aber Smoothies mag, einen Smoothie-Mixer besitze und ab und zu gerne experimentiere, wollte ich wenigstens mal wissen, worum es eigentlich geht.


(c) Bild: http://www.ajoure.de/


Dienstag, 4. August 2015

Küchenchaos: Brokkoli-Blauschimmelkäse-Tarte

Brokkoli ist ein sehr unterschätztes Gemüse. Früher mochte ich ihn nie, und auch in meiner kurzen Vegetarierzeit gab es nie Brokkoli. Einzug in meine Küche hielt er dann zunächst mit dem Kaisergemüse, das schnell, leicht und vielseitig zubereitbar ist und deswegen immer noch zu meinen Lieblingsbeilagen gehört. Auch in Babynahrung habe ich ihn mitpüriert, als Herr F. noch kleiner war. Wahrscheinlich ist er deswegen so großer Brokkoli-Fan. Vielleicht liegt es aber auch an Ikea.





Der Brokkoli wird seit einigen Jahren als "Wundergemüse" gefeiert, macht angeblich schön, schlank, stärkt alle möglichen Organe und beugt Krebs vor. Letztere Eigenschaft zeigt sich vor allem im rohen Zustand, beispielsweise in grünen Smoothies. Da finde ich seinen Geschmack allerdings nicht so prickelnd und bleibe bei meiner bewährten Apfel-Spinat-Mischung.

Am liebsten kaufe ich meinen Brokkoli tiefgefroren. Der Frische sieht meistens nicht so schön aus, verdirbt mir einfach viel zu schnell und das leidige Putzen kommt dazu. Tiefgefroren gibt es ihn das ganze Jahr über; so ein Kilosack reicht für drei bis vier Mahlzeiten und ist auch in Bio-Qualität nicht besonders teuer.

Aber genug geschwärmt. Hier ist sie nun, meine heutige, von allen Beteiligten gelobte und noch vor der Chance, ein vernünftiges Foto zu schießen restlos aufgegessene Brokkoli-Blauschimmelkäse-Tarte!

Montag, 27. Juli 2015

Das leidige Thema Gesunde Ernährung

Zuckerfrei, Bio und möglichst regional muss es sein, täglich Gemüse, saisonal und abwechslungsreich natürlich. Selten Fleisch oder lieber gar keines? Dürfen Kleinkinder Sojaprodukte essen? Was ist mit Allergenen wie Gluten, Laktose, Nüssen, Erdbeeren? Wasser trinken oder doch lieber Tee? Und darf mein Kind nun vegan sein oder nicht?

Wenig (außer dem elenden Schlafmangel) regt Ratgeber und Elterncommunities so sehr zum Austausch, zum Belehren und zur gegenseitigen Beschimpfung an und treibt Eltern in freier Wildbahn so die Schweißperlen auf die Stirn wie das Thema der richtigen kindlichen Ernährung.
via zentrum-der-gesundheit.de

In unseren Köpfen sieht es ungefähr so aus: 

Gutes, gesundes Essen macht gute, gesunde, kluge Kinder. Was wir an Liebe, Geld und Vitaminen in das erste Breichen investieren, zahlt sich millionenfach später per Jura-Stipendium aus. Wer fertig kauft, liebt sein Kind einfach nicht genug, wer es gar vor dem Fernseher Kekse knabbern lässt, hat seine Zukunftschancen quasi schon verspielt.

Samstag, 2. Mai 2015

Samstagskaffee

Ninjas Sieben hostet seit fast zwei Jahren die "Samstagskaffee"-Reihe, wo Blogger(innen) von ihrer Woche erzählen und ein Foto ihres bevorzugten, meist koffeinhaltigen, Getränkes zum Samstag dazu posten. Nun hat die Betreiberin nach Nummer #95 beschlossen, die Reihe einzustellen. Passender Zeitpunkt dafür, mich auch mal daran zu beteiligen.




Donnerstag, 23. April 2015

Kaffeekränzchen: Käsekuchen

Ich liebe Käsekuchen, vor allem Russischen Zupfkuchen. Manchmal bin ich allerdings zu faul, einen extra Mürbeteigboden anzurühren, und belasse es bei einerm einfachen Quark-Käse-Kuchen ohne Boden. So gut wie der von meiner Oma ist er leider nicht, aber hat genau das richtige Maß an Cremigkeit.

Wer gerne sehr süß ist, sollte aber lieber ein paar Löffel Zucker mehr nehmen.

Das ultimative Käsekuchen-Rezept


Dienstag, 31. März 2015

Küchenchaos: Karamell-Cupcakes

Keine besonders populäre Meinung, und auch ein bisschen altbacken, aber: Cupcakes sind, küchenbezogen, die sinnloseste Erfindung nach Molekularküche und veganem Käse.

Es ist vollkommen unmöglich, sie zu essen. Zu viel Creme: schmeckt, als hätte man in ein Stück Butter gebissen. Zu viel Muffin: trocken.
Man muss schon die Kiefergelenke einer Cobra oder eines Pornosternchens besitzen, um Creme und Muffin im richtigen Verhältnis gleichzeitig abzubeißen, und ich bin mir sicher, ich bin nicht die Einzige, die dabei mit der Nase aufditscht.



Da sich nun aber eine Fertigbackmischung zusammen mit vier ihrer Freunde auf verschlungenen Wegen in meine ansonsten fertigbackmischungsfreie (In Schleußig hat man da einen Ruf zu verlieren. Außerdem widerstrebt es mir, drei Euro für ein Beutelchen Mehlmischung auszugeben, dem man im Endeffekt fast alle Zutaten noch zugeben muss) Küche verirrt hat, sie alle nur noch ein paar Monate haltbar sind UND ich nicht diejenige war, die abwaschen musste, habe ich mich gestern hingestellt und Karamell-Cupcakes gebacken.

Eins muss man ihnen lassen: Sie sehen ja schon recht lecker aus.
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