Dienstag, 9. Februar 2016

Resting Bitch Face

Endlich ist das Rätsel gelöst, warum mich meine Umwelt schon so lange ich denken kann für griesgrämig und auch ein bisschen eingebildet hält - das Phänomen des "Bitchy Resting Face" oder "Resting Bitch Face" wurde nun auch wissenschaftlich nachgewiesen. Betroffene Menschen, oder, let's face it, Frauen wurden von einem speziellen Computerprogramm als signifikant schlechter gelaunt eingestuft als nicht Betroffene - und das, obwohl alle "neutral" aussahen.

Dass Frauen den allergrößten Teil der Betroffenen ausmachen, ist nicht weiter verwunderlich, wird doch von Frauen ständig verlangt, Freundlichkeit und Wärme auszustrahlen und generell die Umwelt durch ihre Präsenz schöner zu machen. Resting Bitch Face dagegen beschreibt "a facial expression (or lack of expression) which unintentionally appears angry, annoyed or irritated." (Wikipedia).


@dlorac (instagram)



Interessanterweise gibt es aber auch Pluspunkte: "Women used to being constantly misunderstood focus more on the words someone says, rather than their tone, body cues, or facial expressions, ensuring a more effective flow of information between both parties." (Quelle)
Jetzt weiß ich also endlich, warum Referenten ins Schwitzen geraten und nervös fragen, ob ich anderer Meinung sei, wenn ich ihnen konzentriert zuhöre, warum mein Deutschlehrer mir einst gestand, er habe Angst vor den Abgründen in meinem Kopf, und warum ich keinen Satz im Leben so oft gehört habe wie:

"Marianne, warum schaust du denn so böse?"

Samstag, 6. Februar 2016

Samstagskaffee - Woche #6





Schon wieder eine Woche rum. Während das hier erscheint, bin ich bereits seit 9:00 Uhr ein fleißiges Bar-Bienchen. Diese Woche bekam ich nämlich eine klitzekleine Beförderung und darf nun alleine die Frühschicht fahren. Die Einführung dazu, angekündigt mit der Ermahnung, ich solle mir auf jeden Fall alles gut aufschreiben und ob ich mir das wirklich, wirklich zutraue, erfolgte innerhalb von zwei Minuten mit den Worten: "Als erstes machst du die Kaffeemaschine an. Dann kochst du Kaffee. Dann trinkst du Kaffee und wartest auf Gäste."

Und sonst so?
Donnerstag, 24. September 2015

Ottos Mops

ottos mops trotzt
otto: fort mops fort
ottos mops hopst fort
otto: soso

otto holt koks
otto holt obst
otto horcht
otto: mops mops
otto hofft

ottos mops klopft
otto: komm mops komm
ottos mops kommt
ottos mops kotzt
otto: ogottogott

ernst jandl.
Dienstag, 18. August 2015

Mama, der hat keine Beine!

Das ist wohl der Schrecken aller Eltern: Begegnungen mit behinderten Menschen.
Beim Lesen des Artikels habe ich bemerkt, dass ich die meisten Tipps, die gegeben werden und die Herr Krauthausen auch auf seiner eigenen Seite ausführlicher schreibt, schon versucht habe, zu befolgen. Trotzdem ist es mir unangenehm, wenn mein Sohn, der einen Rollstuhl eher als großes Bobbycar begreift und mit der Begeisterung sichtet, die er sonst nur Feuerwehrautos widmet, auf jemanden zeigt und juchzt:

Mama, keine Beine! KEINE BEINE!


Sonntag, 25. Januar 2015

Leipzig, Hypezig, Likezig? Nummer Eins: Das Weltnest.

Leipzig ist hipp, Leipzig ist in, Leipzig ist begehrt und das neue Berlin, aber vor allem: Leipzig ist ein Dorf. Die Stadt der Linden (die es hier tatsächlich en masse gibt), die 2015 ihr großes Jubiläum feiert, nachdem sie schon 2013 die Völkerschlacht und 2014 die Friedliche Revolution feierte, 2012 gar ganz austickte und Olympiastadt werden wollte, wird zwar von reichlich einer halben Million Menschen bewohnt (und seit reichlich sieben Jahren auch von mir), irgendwann jedoch hat man das Gefühl, sie alle schon zu kennen.
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