Samstag, 4. Juni 2016
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| Selfie #1 |
Diese Woche war... durchwachsen. So unnötig anstrengend. Und Pickel hat'se auch. Meh.
Am Dienstag habe ich versehentlich meinen Kollegen mit einer unschönen Geste bedacht. Er hatte mich auf der Straße gesehen, und gehupt, um zu fragen, ob er mich mitnehmen soll. Das war einer dieser Tage, die es manchmal im Sommer gibt, einer dieser Tage, bei denen ich das Gefühl habe, alle (Männer) um mich herum sind verrückt geworden, haben jegliche Selbstachtung und Menschlichkeit verloren, einer von diesen Tagen, an denen ich abends vor dem Spiegel stehe und überlege, ob ich da nicht einfach nur ein bisschen zu empfindlich bin.
Kurzum: Er war der fünfte oder sechste, der an diesem speziellen Nachmittag, und das nur auf dem Weg zur Tagesmutter, beschlossen hatte, mir hinterher zu hupen, und ich hatte mittlerweile so die Nase voll, dass ich einfach nur den Finger hob und weiterging. Die meiste Zeit kann ich Blicke, Pfiffe, Kommentare ausblenden, aber manchmal bricht das alles so über mich herein, dass ich eigentlich um mich schlagen und nach Hause gehen möchte. Dann möchte ich keine "Komplimente" mehr aus vorbeifahrenden Autos zugebrüllt oder im Bus ins Ohr geflüstert bekommen, keine blöden Anmachen von Typen, die sich neben mich setzen, wenn ich mit meinem Sohn ein Eis esse. Ist das zuviel verlangt?
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| Selfie #2 |
Dafür geht es jetzt erst mal schön weiter. Nach dem Wochenende, das ich mit Bier, Sophisterei und, ach ja, Arbeit verbringe, ist die nächste Woche ganz der Uni gewidmet. Es gibt viel zu tun, zu lernen, zu arbeiten. Das macht mir tatsächlich viel Spaß, mindestens so viel wie ein Nachmittag mit Kind, manchmal mehr. So ein Nachmittag ohne Kind hat auch was für sich. Ab und zu.
Montag, 4. April 2016
Ich hatte also schon wieder Geburtstag. Seit die 20 überwunden ist, habe ich das Gefühl, die werden häufiger. Nun lebe ich 9498 von meinen angestrebten 26664 Tagen* auf dieser Erde.
Zur Feier des Tages durfte ich um sieben aufstehen und um neun in der Uni sitzen, um Latein zu lernen. Nach diesem äußerst feierlichen Einstieg hatte ich meine erste Veranstaltung im Schlüsselqualifikationsmodul (tolles Wort, oder? Ach, Bologna.) "Einführung in die Finanzmärkte". Ich muss dummerweise so ein SQ-Modul besuchen, und wenn schon, dann wenigstens eins, das schlau klingt. Außerdem ist Klugscheißerei mein einziger Lebenszweck, deswegen studiere ich schließlich auch Geschichte, und da passt das doch wunderbar.
Damit war ich auch nicht die Einzige, wir coolen Kinder haben tatsächlich eine ganze Sitzreihe mit Historikern voll bekommen (ganz hinten, versteht sich). Ich bin übrigens sehr stolz, dass ich trotz ausgeprägtem Desinteresse meinen Kommilitonen gegenüber mittlerweile den ein oder anderen aus verschiedenen Veranstaltungen wiedererkenne. Ich kann mir zwar keine Namen merken, aber "der den ich in Fantasy-Filmen als Zwerg casten würde" und "der der im Kolonialismus-Seminar immer Solitär gespielt hat" tut es doch eigentlich auch. Noch schöner ist natürlich, dass sie mich im Gegenzug auch erkennen. Und dass wir alle uns einig sind, dass es unverantwortlich von den anderen Instituten ist, gleich zu Semesterbeginn das Semester zu beginnen, wo wir doch alle noch damit beschäftigt sind, die Hausarbeiten vom letzten Semester fertig zu schreiben und mit mehr oder weniger guten Ausreden später abzugeben, und die Semesterbeginn-Grillpartys sind doch auch noch nicht gelaufen.
Jedenfalls hatte ich Geburtstag und kurz überlegt, mir statt meines Kaffees einen Piccolo zu gönnen, aber Sekt macht immer so albern. Das geht nur auf Arbeit.
An sich war es ein ganz normaler Montag, nur mit tausend Facebook-Benachrichtigungen ("Mensch den du seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hast hat an deine Pinnwand gepostet"), ehrlich gemeinten Glückwünschen, Geschenkpäckchen und einem Kernfamiliären Abendessen beim Mexikaner. Manchmal fühle ich mich noch Schleußig-er als sonst.
PS: #le0404 passiert, jetzt gerade. Aber nicht hier.
PPS: *An diesem Tag feiere ich selbstverständlich wie jeder Mensch von Welt den ersten erfolgreichen Test des Warp-Antriebs und die Kontaktaufnahme mit den Vulkaniern.
Samstag, 5. März 2016
Kennen Sie das, unter der Dusche zu stehen, vollkommen in Gedanken, denn es ist ja früh am Morgen, man überlegt schon mal, was man anzieht und ob man sich vielleicht auch irgendwann mal wieder die Beine rasiert, und plötzlich fällt ebenjene Dusche mit einem lauten Krachen in sich zusammen? Wahrscheinlich nicht. Ich wünsche es auch niemandem.
Genau das passierte mir am Montag, was sehr schlechtes Timing war, denn ich war a) verkatert, b) hatte sich der Heizungsmann für halb 8 angesagt und ich musste folglich schon um 7 duschen und c) war ich furchtbar verkatert.
Apropos Kater:
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| Ziggy Stardust, die Katze mit Bart. |
Verkatert war ich deswegen, weil ich auf "ein" Feierabendbier mit meinen Kollegen zusammensaß. Und weil es so nett war und ich den ganzen Sonntag noch nicht dazu gekommen war, mich mal kurz hinzusetzen (ich mag Pausen eigentlich nicht), saß ich da so und das Glas füllte sich auf magische Weise wieder auf. Den Abend davor hatte ich bereits mit einer Freundin bei "einem" Wodka Lemon verbracht, um ihren neuen Job zu feiern, und kurz gesagt war der Montagmorgen nicht mein bester Freund. Dann kam das mit der Dusche, und da hatte ich schon keine Lust mehr auf die Woche. Außerdem war es der 29. Februar - ein Tag, der gar nicht existieren dürfte. Zu Recht, sag ich.
Shopping
Ein Gutes hatte das Erlebnis: Ich musste in den Baumarkt. Ich liebe Baumärkte. Als ich das erste Mal im Baumarkt war, um Schrauben zu kaufen, kam ich mit Balkonblumen, Bilderrahmen und einem Kerzenständer zurück. Mein Kind besitzt eine Kuscheldecke mit Autos, die wir im Baumarkt gekauft haben. Warum hat mir nie jemand gesagt, wie toll Baumärkte sind? Es macht fast so viel Spaß wie bei Ikea, nur dass mich bei Ikea immer der Neid auf anderer Leute Wohnung packt, während ich im Baumarkt einfach Lust habe, ganz viel an meiner Wohnung zu verbessern, und überlege, ob ich ein Schleifgerät kaufe und meinen Küchenschrank neu streiche.
Herr F. mag Baumärkte auch. Bei unserem letzten Besuch haben wir ihm eine große Schraube und drei unterschiedliche Muttern (Sechskant-, Hut- und Flügelmutter) gekauft, und er ist sehr sehr glücklich damit. Zufriedenes Kind für knapp 50 Cent.
Überhaupt war mein Kind äußerst liebenswert diese Woche. Ich habe ihm beigebracht, wie man Fenster putzt, und jetzt bettelt er schon, wann er das das nächste Mal darf und was er als nächstes putzen kann. Wahrscheinlich habe ich doch auch ein paar Sachen richtig gemacht mit ihm. Auch freut er sich wahnsinnig auf seinen Geburtstag und bereitet mit mir zusammen seinen Umzug ins Kinderzimmer vor. Er hat auch eingesehen, dass man mit drei ein großer Junge ist und ins Töpfchen pullern muss - oder an Bäume, was seine liebste Beschäftigung im Sommer ist.
Altersgebrechen
Außerdem: Nachdem mir mein Gatte, der gelernter Optiker und seit vierzig Jahren Maulwurf ist, geraten hat, meine in letzter Zeit etwas unscharf gewordenen Augen mal ärztlich untersuchen zu lassen, verbrachte ich einen ganzen Vormittag damit, mich von diversen Sprechstundenhilfen abwimmeln und vollnölen zu lassen, und ging dann einfach zu dem freundlichen Optiker um die Ecke, der im Winter recht oft Besuch von uns bekommen hatte, weil er eine Eisenbahn in seinem Schaufenster fahren ließ. So ködert man Eltern.
Ergebnis: Ich werde alt. Was mir die grauen Haare, die ich seit fünf Jahren immer wieder auszupfe, und die falschen Zähne bisher nur zugeflüstert haben, gab es jetzt schwarz auf weiß. Nach der 25 geht es bergab, sagte meine Biologielehrerin einst. Ach, ach.
Lesenswert
- John Oliver, einer meiner liebsten Late-Night-Erklärbären, über Donald Trump. Noch sehenswerter, beschämender und für mich gerade in Hinblick auf die extreme Divergenz zwischen Stimmung in der Bevölkerung und staatliche Machtausübung überraschender ist übrigens seine Folge über Abortion Laws.
- Wer mal wissen möchte, womit ich mich gerade für meine Hausarbeit beschäftige - oder einfach mal was über Leipzigs koloniale Vergangenheit wissen wollte.
- Und damit es nicht ganz so deprimierend endet: Leipzigs letzter Schneemann.
Dienstag, 16. Februar 2016
Endlich, endlich konnte ich mich mal dazu durchringen, die gute Arbeit des Kleiderschrankorganisierens weiterzuführen.
Das Ziel eines gut sortierten und ausgemisteten Kleiderschrankes ist die "Grundausstattung", also diese Teile, die man je nach Stimmung und Wetter variieren und kombinieren kann, die, von denen man weiß, dass man sie mehr als einmal trägt, und die entsprechend sorgfältig ausgesucht und von besserer Qualität sein sollten.
In der Wardrobe Architect-Reihe findet man dafür folgende Kriterien:
- Choose one to six silhouettes for the season.
- Create a color palette.
- Break down your silhouettes and colors into a list of pieces.
- Organize what to make, what to buy, and what you already own.
Naja, wie ich im letzten Post schon festgestellt habe, ist das für mich nicht so schwer. Meine bevorzugten Formen und Farben sind eher limitiert und ändern sich im Laufe der Jahreszeiten nur bedingt (bauchfreie Tops zum Beispiel). Mit meiner Farbpalette bin ich zufrieden und möchte sie eigentlich nicht erweitern:
Montag, 15. Februar 2016
Das mit dem Mixtape hab ich zwar zeitlich verpasst oder mich zumindest durch Unvermögen im Umgang mit der Technik (versehentliches Überspielen der NKOTB-Kassette meiner Schwester anno 1994) disqualifiziert. Spotify-Playlisten dagegen mag ich sehr.
Diesen Monat merkt man meinen Hörgewohnheiten an, dass ich viel Ruhe brauchte. Neben den hunderten Stunden durchgehörter Sherlock-Holmes-Hörbücher finden sich deswegen etwas düsterere Töne, die aber ganz gut meine Konzentrationsmusik abbilden. Meine Lieblings-Arbeitsmusik ist ja immer Death In June gewesen.
Außerdem merkt man wohl, dass ich mit Frauenstimmen nicht so sehr viel anfangen kann. Eigentlich höre ich am liebsten sehr tiefe Männerstimmen, die meisten anderen gehen mir schnell auf die Nerven. Woran das liegt, wird wohl noch Jahre nach meinem Tod Gegenstand der Forschung sein. Oder so.
Lieblingslied
Auf dieser Liste mein Favorit ist wohl "Ruins" von O.Children. Was mich allerdings auch jedes Mal wieder umhaut, ist "Sleep Paralysis" von Gabriel Bruce, den niemand kannte, bis dieses Lied in der Serie "Teen Wolf" lief - und ich bekenne mich etwas verschämt dazu, dass das eine meiner Lieblingsserien ist. Man muss ja auch mal Fangirl sein.
Dienstag, 9. Februar 2016
Endlich ist das Rätsel gelöst, warum mich meine Umwelt schon so lange ich denken kann für griesgrämig und auch ein bisschen eingebildet hält - das Phänomen des "Bitchy Resting Face" oder "Resting Bitch Face" wurde nun auch wissenschaftlich nachgewiesen. Betroffene Menschen, oder, let's face it, Frauen wurden von einem speziellen Computerprogramm als signifikant schlechter gelaunt eingestuft als nicht Betroffene - und das, obwohl alle "neutral" aussahen.
Dass Frauen den allergrößten Teil der Betroffenen ausmachen, ist nicht weiter verwunderlich, wird doch von Frauen ständig verlangt, Freundlichkeit und Wärme auszustrahlen und generell die Umwelt durch ihre Präsenz schöner zu machen. Resting Bitch Face dagegen beschreibt "a facial expression (or lack of expression) which unintentionally appears angry, annoyed or irritated." (Wikipedia).
Interessanterweise gibt es aber auch Pluspunkte: "Women used to being constantly misunderstood focus more on the words someone says, rather than their tone, body cues, or facial expressions, ensuring a more effective flow of information between both parties." (Quelle)
Jetzt weiß ich also endlich, warum Referenten ins Schwitzen geraten und nervös fragen, ob ich anderer Meinung sei, wenn ich ihnen konzentriert zuhöre, warum mein Deutschlehrer mir einst gestand, er habe Angst vor den Abgründen in meinem Kopf, und warum ich keinen Satz im Leben so oft gehört habe wie:
"Marianne, warum schaust du denn so böse?"
Samstag, 16. Januar 2016
Es gibt Zeiten, in denen ist es besonders schwer, auf dieser Welt zu leben. Es ist schwer, Frau zu sein, es ist schwer, denkender Mensch zu sein. Es ist schwer, nicht in Automatismen zu verfallen, und manchmal hätte ich Lust, mich einfach einer obskuren Sekte anzuschließen, nur um einer höheren Macht pauschal die Schuld geben zu können, und sie nicht in komplexen politischen und soziokulturellen Zusammenhängen zu suchen, die sich nicht lösen lassen.
Die gleiche Ohnmacht, die ich seit Jahren empfinde, wenn wieder einmal ein Raketenhagel einen Waffenstillstand in Israel bricht, wenn wieder ein Versuch scheitert, in den USA schärfere Waffengesetze einzuführen, wenn wieder irgendwo ein gigantischer Missbrauchsskandal aufgedeckt wird, die gleiche Ohnmacht scheint sich im Moment regelrecht festzusetzen und mich zu lähmen. In- und außerhalb meiner Familie scheint seit Jahren eine Hiobsbotschaft die nächste zu jagen, und es gibt Zeiten, da vergisst man die ganzen guten Nachrichten dazwischen.
David Bowie ist gestorben - der einzige Mensch auf der Welt, an dessen Unsterblichkeit ich wirklich und wahrhaftig geglaubt habe. Natürlich finden viele es albern, um Menschen zu trauern, die man nicht persönlich kannte, aber solche Leute wiegen auch Menschenleben gegen Menschenleben auf und sagen höhnisch Sätze wie: "Der Tod eines Menschen ist eine Tragödie, der Tod von Millionen nur eine Statistik." Dieser Satz stammt übrigens von Josef Stalin, und er stimmt. Weil unser Hirn ab einer bestimmten Dimension Tragödien nicht mehr verarbeiten kann und sich damit schützen muss, sie in Statistiken umzuwandeln. nicht umsonst haben wir (ja, wir) jahrelang mehr oder weniger geistesabwesend die ertrunkenen Menschen im Mittelmeer überblättert, aber waren schockiert und fassungslos angesichts der Leiche eines Kleinkindes am Strand.
Und so war es auch sein Tod, der mich diese Woche schockiert hat (und, ein paar Tage später, Alan Rickmans). Die Welt ist ärmer um einen Mann, der Millionen von Leben berührt und besser gemacht hat.
Samstag, 17. Oktober 2015
Die Arabisten stehen gerne früh auf. Nicht nur finden die Veranstaltungen allesamt am Morgen oder Vormittag statt, sondern das Semester beginnt auch bereits, wenn die Historiker, traditionell eher energiesparend veranlagt, noch friedlich schlafen. Also war meine Woche vor allem mit Arabisch-Wiederholungen und dem Einstieg in die neuen Lektionen gefüllt. Dabei hatte ich ein paar Erinnerungslücken zu füllen, aber nicht so viele wie gedacht. Wenn's erstmal läuft, läuft's.
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| Immer dabei: Der Kater mit Bart. |
Dieses Semester haben über 200 junge Menschen angefangen, in Leipzig Arabistik zu studieren. Das ist, schätze ich, ein neue Rekord, und spiegelt ganz gut das derzeitige Interesse und auch den Bedarf an Vermittlungsinstanzen zwischen "uns" und arabischsprechenden Menschen. Als ich damals anfing, waren wir etwa 30, und auch da hieß es schon, so viele gab es noch nie. Erfahrungsgemäß gibt etwa ein Drittel bis die Hälfte auf. Die Dozenten kämpfen gerade damit, diese Massen zu bändigen, denn wir sind hier immer noch in Sachsen und Hochschulen brauchen kein zusätzliches Personal oder gar Geld, erst recht nicht an der Uni Leipzig, die sich, anders als die sogenannte Exzellenz-TU Dresden,
gerne mal unbeliebt macht.
Ansonsten hat mich diese Woche ein längst fälliger
Abgesang auf Hypezig erheitert. An dieser Stelle erwähne ich gerne, dass ich schon in Leipzig war, bevor es cool wurde, in Leipzig zu sein. Und ich bleibe hier, nachdem es uncool wird, in Leipzig zu sein. Wenn ich denn einen dieser Jobs finde, von denen es laut Artikel hier keine gibt.
Freitag, 28. August 2015
Und weiter geht es mit oberflächlichem Mädchenkram! Mein Kleiderschrank ist chaotisch, unsortiert und in den letzten Jahren recht unkontrolliert gewachsen, weil sich mein Geschmack ziemlich gewandelt hat. Dazu später mehr. Jedenfalls soll langsam eine Ausmistaktion her, und wie startet man damit besser als mit einer schönen, bunten Liste?
Inspiriert von einem Blogpost bei GreenBird habe ich mich mit der Reihe beziehungsweise dem Konzept "Wardrobe Architect" auseinandergesetzt. Wie ich unter Danielas Post schon geschrieben habe, finde ich es nicht übertrieben, seinen Kleiderschrank systematisch zusammenzusetzen. Denn auch ich, das geb ich zu, bin schon manchmal ein Opfer von Spontan-gekauft-und-dann-nie-angezogen geworden. Außerdem erstelle ich gerne Collagen.
Donnerstag, 27. August 2015
Vor ein paar Wochen habe ich dem Werbeschild nachgegeben, das immer aufploppt, wenn man die Google-Bildersuche benutzt und auf einen Pinterestlink geklickt hat. Ich habe meine erste Pinnwand erstellt, mich von Vorschlägen und Links und schönen Menschen leiten lassen und einige Stunden damit vergeudet, mir Hochglanzfotos von bunten Haaren anzusehen. Und seitdem möchte ich es eigentlich nicht mehr missen.
Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden:
Wir müssen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.
Ralph Waldo Emerson
Pinterest ist eine tolle Sache, wenn man sich von der Kreativität anderer Menschen anstecken lassen möchte, wenn man nach Inspirationen sucht oder sich einfach nur gern schöne Bilder ansieht. Man kann damit Moodboards erstellen oder Ideen für die Zukunft sammeln, Links so abspeichern, dass man durch das Vorschaubild auch noch weiß, was sich dahinter versteckt und und und.
Deswegen habe ich heute mal ein kleines Inspirations-Moodboard mit meinen liebsten Pins der letzten Wochen erstellt.
Dienstag, 25. August 2015
Görlitz hat in den letzten Jahren einen erstaunlichen Hype erlebt, der sicherlich nachvollziehbar ist, wenn man sagen wir mal aus Amerika kommt und noch nie ein Gebäude gesehen hat, das älter als 150 Jahre ist. Dann muss einem die Stadt vorkommen wie einem Disney-Film entsprungen.
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| (c) Goerlitzinformation; CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons |
(c) Mylius; GNU via Wikimedia Commons |
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| (c) Mylius; GNU via Wikimedia Commons |
Hollywood jedenfalls hat Görlitz als ultimative Kulisse entdeckt - ob nun Jackie Chan über den Untermarkt schwingt, Kate Winslet hier Straßenbahn fährt oder das ehemalige Karstadt am Marienplatz gleich mal zum "Grand Budapest Hotel" wird - Geschichten und Bilder aus "Görliwood" gibt es genug.
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