Dienstag, 16. Februar 2016
Endlich, endlich konnte ich mich mal dazu durchringen, die gute Arbeit des Kleiderschrankorganisierens weiterzuführen.
Das Ziel eines gut sortierten und ausgemisteten Kleiderschrankes ist die "Grundausstattung", also diese Teile, die man je nach Stimmung und Wetter variieren und kombinieren kann, die, von denen man weiß, dass man sie mehr als einmal trägt, und die entsprechend sorgfältig ausgesucht und von besserer Qualität sein sollten.
In der Wardrobe Architect-Reihe findet man dafür folgende Kriterien:
- Choose one to six silhouettes for the season.
- Create a color palette.
- Break down your silhouettes and colors into a list of pieces.
- Organize what to make, what to buy, and what you already own.
Naja, wie ich im letzten Post schon festgestellt habe, ist das für mich nicht so schwer. Meine bevorzugten Formen und Farben sind eher limitiert und ändern sich im Laufe der Jahreszeiten nur bedingt (bauchfreie Tops zum Beispiel). Mit meiner Farbpalette bin ich zufrieden und möchte sie eigentlich nicht erweitern:
Dienstag, 26. Januar 2016
Stricken beruhigt.
Es lenkt die Gedanken in feste Bahnen. Links, rechts, links. Ab und zu ein Schlenker, ein unerwarteter Ausbruch aus der Routine. Zunahmen, Abnahmen, bis alles passt. Und erst am Ende zeigt sich das Gesamtergebnis.
Samstag, 24. Oktober 2015
Es gibt einfach keinen adäquaten Ersatz für Omis Selbstgestrickte. Gegen kalte Fußböden (Parkett im Hochparterre), Schnee und Eis über den Winterstrumpfhosen (Socken und Stulpen in einem) und für das nötige Kuschelfeeling am Feierabend (Gehört zum Advent wie Glühwein und Pfefferkuchen). Meine Oma ist rund ums Jahr ausschließlich mit Sockenstricken beschäftigt, denn neben vier Enkelinnen verlangen auch alle sechs Urenkel mit ihren schnell wachsenden Füßen jeden Winter Nachschub.
Bisher habe ich mich nie an Socken getraut, jede noch so leichte Anleitung klang wie höhere Mathematik, aber nachdem ich jetzt schon den Raglan bezwungen habe und Herr F. öfter kalte Füße in seinen Gummistiefelchen hatte, war es jetzt doch mal Zeit. Der erste Versuch war erfolgreich, aber zu klein. Den zweiten Versuch habe ich toe-up gestartet und mich für die Größe 26/27 an dieser Sockentabelle orientiert. Die Bumerangferse, komplettes Neuland für mich, habe ich mir per YouTube beigebracht.
Montag, 12. Oktober 2015
Vor einem Jahr gab es im Karstadt-Wolle-Sale wunderschöne grüne und rote Wolle für Nadelstärke 6. Eigentlich stricke ich nicht gern so dick und sie fühlte sich auch eigentlich etwas kratzig an, aber, aber,... die Farben!
Als mein Vater noch lebte, hat er mir immer wieder ein Bündel Karstadt-Gutscheine geschickt, die dann in Wolle und Strumpfhosen investiert wurden. Den letzten dieser Gutscheine habe ich also für diese Knäuel hier ausgegeben und die Verkäuferin angebettelt, die leere Karte behalten zu dürfen. Sie hielt mich für verrückt, aber mit verrückten Wollfrauen streitet man nicht. Seitdem habe ich kein würdiges Projekt gefunden, aber jetzt wolltete ich einen Schal machen und habe einfach angefangen. Ein bisschen sentimental wird man schon.
Ach, dieses Grün!
Ansonsten ist gerade wenig Platz und Lust zum Stricken. Aber so ist das wohl in jeder Beziehung - manchmal braucht man halt etwas Abstand.
Wie immer verlinkt bei Maschenfein.
Samstag, 10. Oktober 2015
Mein Samstagskaffee wird heute in dieser schönen Atmosphäre serviert:
Der kleine Herr F. hatte es diese Woche nicht leicht; und auch seine Eltern fanden es wenig erfreulich, von einem nassen Schwall Erbrochenem geweckt zu werden. Also, man wird erstaunlich abgeklärt mit so einem Kleinkind. Gemütlich ist trotzdem anders. Er blieb also mit mir zu Hause und trieb mich mit seiner unausgelasteten Kindergruppen-Energie fast in den Wahnsinn. Ich bin halt mehr so der Sitzer, wenn man mich lässt.
Ansonsten schludre ich mich so durch den Haushalt, schaue nebenbei Smallville, wenn das Kind schläft, wiederhole arabische Vokabeln und mache die Leipziger Parks unsicher. Im Flur türmt sich bereits ein stattlicher Laubhaufen, Kastanien- und Eicheleimerchen versperren den Weg und kleine Schlammfüßchen ziehen eine Spur von der Tür zum Schuhregal. Die höheren Semester starten alle erst frühestens Mitte Oktober ihre Vorlesungen, davor gibt es lediglich Einführungen für Erstsemester. Effektiv fange ich also erst nächste Woche an zu studieren. Das Warten nervt und ist irgendwie schwieriger als die Semesterferien.
Schönes Wochenende zusammen.
Mittwoch, 16. September 2015
Das Furchtbare an Kindern ist, dass sie nicht aufhören zu wachsen, und ständig neue Sachen brauchen. Ein Jahreszeitenwechsel verschlingt also gern mal Unsummen für Schuhe (wann sind die eigentlich so teuer geworden?), Hosen und Shirts. Bisher konnten wir uns noch ganz gut mit den abgelegten Sachen der Cousins und Cousinen behelfen und mussten nur etwa die Hälfte der Garderobe selbst kaufen. Aber Rieseneltern machen Riesenkinder, und mein Zweijähriger hat die beiden drei- beziehungsweise vierjährigen Cousinchen längst eingeholt. Dafür können wir dem nächsten Kind schon selbst Sachen weiterreichen.
Also steht diesen Herbst viel Selbstgemachtes auf der Liste. Den Anfang macht diese schmucke Baumwoll-Herbstmütze, auf die ich ein bisschen stolz bin:
Obwohl Mützen ja eigentlich das Einfachste vom Einfachen sind und kein großes Können erfordern, habe ich noch nie eine so stricken können, dass sie gut aussieht und richtig sitzt. Diese hier ging schnell von der Hand (2 Abende, 1 Knäuel), saß auf Anhieb und sieht vorzeigbar aus. Die Anleitung ist von Maria Carlander und hier auf Schwedisch und Englisch verfügbar. Passend dazu habe ich noch einen kleinen Schal in Arbeit, weil das Kind leider keine Schalkragen trägt.
Und genau wie letztes Jahr stricke ich für verschiedene Personen in der Familie fleißig Stulpen. Die befinden sich noch im Planungsstadium. Inspirationen dafür sind:
Für mich selbst ist zur Zeit nichts dabei. Dafür wird wohl erst im Oktober Zeit, wenn das Kind ausreichend warm angezogen ist.
Verlinkt bei: Auf den Nadeln - Setember.
Sonntag, 23. August 2015
Der Juli war ein stressiger Monat, der August wird nicht besser, und dazwischen herrscht so eine Hitze, dass man eigentlich wenig Lust auf flauschige Garne hat. Trotzdem habe ich mich an einen warmen Norwegerpullover, meinen ersten, gesetzt.
Die Maschenzahl orientiert sich wieder an meinem erfolgreich beendeten Gemini, das Blumenmuster am Ausschnitt ist aus einer Anleitung von DROPS. Die Wolle ist aus meiner Restekiste und besteht aus Acryl. Mag ich eigentlich nicht, aber zum Wegwerfen war sie irgendwie zu schade, und schön flauschig ist sie auch. Da ich ja plane, alle meine Wollreste zu verstricken, um Platz (für neue Wolle! Muahaha!) zu schaffen, musste ein warmes Teil her. Und was man auch bei 30° im Schatten nicht vergessen sollte: Der nächste Winter kommt bestimmt!
Apro pos Winter: Macht sich eigentlich außer mir schon jemand Weihnachtsgeschenkgedanken? Also, ich habe bereits fleißig gepinnt und gelistet. Da meine Familie von Jahr zu Jahr weniger begeistert von Selbstgestricktem ist und der Likör letztes Jahr eigentlich besser ankam, habe ich diesmal anderes vor. Und wie immer den festen Vorsatz, auch wirklich, wirklich rechtzeitig alles fertig zu haben...
Nach Ewigkeiten wird hier auch mal wieder gehäkelt; nicht für mich, sondern für eine Freundin, die mich neulich fragte, ob ich auch "diese Mützen" machen kann. Kann ich, natürlich. Vorbilder sind solche hier, mal schauen, was rauskommt:
Mit einer anderen Art Nadeln habe ich auch experimentiert: Die Nähmaschine und ich, wir werden wohl doch noch Freunde. Und nach einer ganzen Menge Probieren habe ich mich auch an Jersey gewöhnt.
Vorzeigefähig ist das natürlich noch nicht. Aber ich habe meine Liebe zu Samtleggings entdeckt, und da ich meterweise Samt im Regal habe, wird das wohl demnächst mal angepackt. Bis dahin ist und bleibt meine größte WIP die Hausarbeit, die ich in drei Wochen abgeben will. Wie es mir damit ergeht, schreibe ich lieber nicht auf, um nicht arme Studenten in spe zu verunsichern. Nur so viel: Die Albertina ist ein Haus, das Verrückte macht.
Verlinkt bei: Maschenfein - Auf den Nadeln im August.
Sonntag, 5. Juli 2015
Auch weniger aufmerksame Leser haben sicherlich mitbekommen, dass zur Zeit hier mal so überhaupt gar nichts los ist. Gründe dafür:
- Hitze
- Prüfungszeit
- Neuer Job
- Ständig kranke Tagesmutter
- Hitze
- Prüfungszeit
- Hitze
- ...
Da aber das Einzige, was noch nervtötender ist als Hitze und Prüfungsstress Leute sind, die sich über Prüfungsstress und Hitze aufregen, versuche ich wenigstens schnell, zu beschreiben, was ich in den drei Minuten Freizeit täglich so anstelle.
Derzeit auf meinen Nadeln befindet sich ein Knitty-Pullover namens "Gemini" nach
dieser Anleitung. Wie immer leicht abgewandelt, nämlich Baumwollgarn mit meiner geliebten 4mm-Nadel, und am Rücken möchte ich einen Knopf anbringen. Außerdem hätte ich es gern etwas kürzer.
Das Original sieht so aus:
 |
| Pattern & Image © 2012 Jane Richmond. |
Und mein (schlecht fotografierter) Fortschritt bisher:
Die Passe gefällt mir sehr gut, und das Lochmuster ist zwar etwas nervenaufreibend zu stricken, aber lohnt sich. Irgendwann im Herbst ist er dann vermutlich fertig und bei meinem extremen Temperaturempfinden auch tragbar. Wobei mich Baumwollgarn immer wieder überrascht, es ist doch meist luftiger, als es wirkt.
Drückt mir die Daumen für die Prüfungswoche ;-)
Verlinkt bei
Maschenfein.
Mittwoch, 3. Juni 2015
Die Zeit zum Stricken ist knapp, die freien Abende kurz, aber zum Glück ist das Wetter spielplatzgeeignet; und während die anderen Muddis im Sandkasten sitzen und ihre Kinder wegschicken, weil sie das Sandschloss immer kaputt machen, mach ich es mir mit Kaffee und Stricknadeln am Rand gemütlich.
Ahoi, Matrose!
Ein bisschen Seefahrerromantik ist ja seit ein paar Jahren überall zu sehen, und eigentlich warte ich nur noch darauf, dass wieder Kinderfotos in Matrosenuniformen wie im Kaiserreich modern werden. Bis dahin aber bekommt mein Söhnchen eine Umhängetasche mit gehäkelter Anker-Applikation.
Strickjacke die nächste
Weil man nie genug Jäckchen für laue Sommerabende haben kann, habe ich mir eine Anleitung von
DROPS herausgesucht. Da die Wolle, die ich verwende, ein bisschen leichter ist, habe ich dünnere Nadeln (3,0) genommen und dafür die Maschenzahlen von Größe M statt S.
Und in Planung
Demnächst steht ein Kleid aus Baumwolle auf der Liste - ich habe mich aber noch nicht endgültig entschieden, mit welchem Muster ich anfange:
Verlinkt bei Maschenfein.
Dienstag, 28. April 2015
Endlich habe ich mich durchgerungen, die Knöpfe an meine Strickjacke anzunähen - und wer hätte es gedacht, schneller als gedacht war das Ding fertig. Obwohl es mein erster Versuch eines eigenen Entwurfes war, bin ich ziemlich zufrieden; das Muster und der Sitz sind exakt so geworden, wie ich das wollte:
Freitag, 27. März 2015
Als ich vor unfassbaren fünfzehn Jahren von meiner Oma das Stricken beigebracht bekam, waren meine ersten Werke ein Schal und eine Mütze für meinen Teddybären, und ich war so unglaublich stolz darauf. Schon als Kind, und das ist eine der Lieblings-Marianne-Geschichten meiner Familie, saß ich gerne mit zwei Mikado-Stäbchen im Wohnzimmer und tat, als würde ich stricken.
Als Hobby der Turnbeutelvergesser und Stubenhocker dieser Welt ist Stricken einfach perfekt für mich, und auch wenn ich mittlerweile gern Sport mache (in Maßen), ist es außerdem ideal, wenn man abends vor dem Fernseher seine Hände nicht unbeschäftigt lassen will und die Chips schon alle sind.
Dieses Jahr gibt es in dieser meinen fünfzehnjährigen On-again-off-again-Strickerkarriere, die in den letzten Jahren vor allem Schals und Babyschuhe und eine, naja, Mütze produziert hat, trotzdem eine Premiere: Ich habe mein erstes größeres, fast fehlerfreies und sogar tragbares Kleidungsstück fertiggestellt.
Montag, 22. Dezember 2014
...riecht es heute besonders lecker, auch wenn der Anlass dazu eher traurig ist: mein letzter Arbeitstag. In meiner Firma gibt es nicht nur ständig neue Teambuilding-Experimente, sondern mindestens genauso oft Kuchen zu jedem erdenklichen Anlass.
Nach all dem Mist, der in letzter Zeit passiert ist, den Rückschlägen, die ich (und meine Familie) dieses Jahr und besonders im letzten Monat erlebt haben, bin ich einerseits sehr froh, wieder mehr Zeit zu Hause verbringen zu können, mit meinem Sohn oder auch alleine (das erste Mal seit Wochen), andererseits hat mir die Abwechslung und auch Anstrengung gut getan, und es war sehr nett, die vielen Leute, die in den letzten Monaten meine Kollegen waren, kennenzulernen.
Sonntag, 2. November 2014
Und mit ihm die Stricknadeln. Nachdem ich neulich glänzende schwarze Acrylwolle in meiner unerschöpflichen Handarbeitskiste und einen Patentmusterschal online fand, bin ich wie besessen am Stricken und Häkeln. Mein Lieblings-Wollgeschäft hatte zum Glück noch Unmengen exakt der gleichen Wolle in verschiedenen Farben (so far: schwarz, dunkelgrau, dunkellila, grün) vorrätig.
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