Sonntag, 2. November 2014
Und mit ihm die Stricknadeln. Nachdem ich neulich glänzende schwarze Acrylwolle in meiner unerschöpflichen Handarbeitskiste und einen Patentmusterschal online fand, bin ich wie besessen am Stricken und Häkeln. Mein Lieblings-Wollgeschäft hatte zum Glück noch Unmengen exakt der gleichen Wolle in verschiedenen Farben (so far: schwarz, dunkelgrau, dunkellila, grün) vorrätig.
Sonntag, 26. Oktober 2014
Das Schöne ist ebenso nützlich wie das Nützliche. Mehr noch vielleicht.
Victor Hugo
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Ich weiß zwar nicht, ob überhaupt jemand etwas mitbekommen hat von dem Chaos, das hier eingezogen ist, aber möchte es trotzdem kurz erklären:
Nicht nur kratze ich gerade privat haarscharf an der Schmerzgrenze der persönlichen Belastbarkeit, sondern bin auch beruflich voll eingespannt. In den letzten Monaten konnte ich eine Menge lernen, und täglich kommt Neues dazu.
Außerdem versuche ich, mich in eine ganz neue Richtung weiterzuentwickeln (dazu gibt es aber erst später mehr, wenn alles fertig und in trockenen Tüchern ist). Wenn alles klappt, werde ich aber pünktlich zum Jahresende spannende Neuigkeiten zu erzählen haben!
All das nimmt gerade meine gesamten Kapazitäten in Anspruch und sorgt dafür, dass diese Seite nicht nur leerer ist als vorher, sondern auch noch eine ganze Weile Baustelle bleiben wird.
Bis dahin:
Ein Traum ist unerlässlich, wenn man die Welt verändern will.
Victor Hugo
Freitag, 3. Oktober 2014
Da ist er endlich - mein erster freier Nachmittag seit gefühlten Jahrzehnten. In Echt waren es vier Wochen, in denen ich zwischen Arbeit und Kind gependelt bin. Aber nicht heute! Le Monsieur hat sich bereit erklärt, den nachmittäglichen Spaziergang zu übernehmen und mich faul zu Hause auf der Couch zurückzulassen.
Da mir die in jahrelangem Studentendasein mühsam antrainierte Prokrastination irgendwie nicht mehr so recht gelingen möchte, habe ich mich entschieden, die Zeit mit der größten mir möglichen Sinnlosigkeit zu verbringen: Handarbeiten.
Ich habe mir, nach neu aufgeflammter Strick- und Häkelwut inklusive Wollehorten nun das Nähen vorgenommen, das ich vor mittlerweile locker acht Jahren mehr oder weniger entnervt aufgegeben hatte. Aber man wird alt, weise und langweilig, noch dazu ein bisschen öko und Mutter; allesamt hervorragende Voraussetzungen zum Handarbeiten, besonders wenn es um Kinderkleidung geht, die neu gut und gerne mal einen kleinen Urlaub im Jahr verschlingt.
Freitag, 24. Februar 2012
Ich habe heute eine seltsame Diskussion geführt. Am Beispiel von Sexualität wurde angeführt, die Leute sträubten sich immer dagegen, dass etwas angeboren statt zum Beispiel sozialisiert sein könnte; ich wiederum konnte das gut verstehen.
Allein die Vorstellung, einer Tatsache "hilflos" gegenüber zu stehen, sie nicht anders erklären zu können als durch "das ist eben so", finde ich grauenvoll. Man ist doch Mensch, ist doch intelligentes Wesen, ist doch Persönlichkeit - wie kann solche Komplexität durch schnöde Biologie erklärbar sein, und wieso sollte man sich ausgerechnet von der Natur aufhalten lassen? Sicher, Gene, Hormone, Nervenkostüm, all das determiniert uns, aber ohne äußere Einflüsse, Sozialleben, Bewusst- und Unbewusstsein, ohne die materielle und immaterielle "Umgebung", in die wir geraten, haben sie doch keinen Nährboden.
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