Freitag, 3. Oktober 2014

TGIF - Was tun, wenn man plötzlich Zeit hat?

Da ist er endlich - mein erster freier Nachmittag seit gefühlten Jahrzehnten. In Echt waren es vier Wochen, in denen ich zwischen Arbeit und Kind gependelt bin. Aber nicht heute! Le Monsieur hat sich bereit erklärt, den nachmittäglichen Spaziergang zu übernehmen und mich faul zu Hause auf der Couch zurückzulassen.

Da mir die in jahrelangem Studentendasein mühsam antrainierte Prokrastination irgendwie nicht mehr so recht gelingen möchte, habe ich mich entschieden, die Zeit mit der größten mir möglichen Sinnlosigkeit zu verbringen: Handarbeiten.

Ich habe mir, nach neu aufgeflammter Strick- und Häkelwut inklusive Wollehorten nun das Nähen vorgenommen, das ich vor mittlerweile locker acht Jahren mehr oder weniger entnervt aufgegeben hatte. Aber man wird alt, weise und langweilig, noch dazu ein bisschen öko und Mutter; allesamt hervorragende Voraussetzungen zum Handarbeiten, besonders wenn es um Kinderkleidung geht, die neu gut und gerne mal einen kleinen Urlaub im Jahr verschlingt.
Freitag, 24. Februar 2012

Ein jeder ist seines eigenen Glückes Schmied

Ich habe heute eine seltsame Diskussion geführt. Am Beispiel von Sexualität wurde angeführt, die Leute sträubten sich immer dagegen, dass etwas angeboren statt zum Beispiel sozialisiert sein könnte; ich wiederum konnte das gut verstehen.

Allein die Vorstellung, einer Tatsache "hilflos" gegenüber zu stehen, sie nicht anders erklären zu können als durch "das ist eben so", finde ich grauenvoll. Man ist doch Mensch, ist doch intelligentes Wesen, ist doch Persönlichkeit - wie kann solche Komplexität durch schnöde Biologie erklärbar sein, und wieso sollte man sich ausgerechnet von der Natur aufhalten lassen? Sicher, Gene, Hormone, Nervenkostüm, all das determiniert uns, aber ohne äußere Einflüsse, Sozialleben, Bewusst- und Unbewusstsein, ohne die materielle und immaterielle "Umgebung", in die wir geraten, haben sie doch keinen Nährboden.
Dienstag, 21. Februar 2012

Neues vom Schreibtisch

  • Im Ohr: Sol Invictus - Raining in April. Vermischt mit der schlechten elektronischen Popmusik der Vietnamesin unter mir und Kettensägenlärm aus dem Hinterhof.
  • Im Blick: Meine neu aufgehangene und mit allerlei Geschichtskram beklebte Pinnwand. Rechts oben ein roter Kussmund. Darunter eine Postkarte meiner Mutter und eine Schwarzweiß-Fotografie von Pina Bausch.
  • Im Kopf: Geschichtskultur nach Rüsen. Geschichtsbewusstsein nach Pandel. Schuhe von Jeffrey Campbell und die letzten fünf Tage.
  • Im Bauch: Profanerweise Spaghetti mit Tomatensauce. Obstsalat. Pfefferminztee.
And with that
I end this Song.
Sol Invictus - Raining in April
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