Donnerstag, 21. Juli 2016

Unterwegs: Ein Tag am See



Herr F. und ich waren am Cospudener See. Er ist nicht der Schönste im Leipziger "Neuseenland", aber der erreichbarste von unserem Haus aus - mit Bus und Straßenbahn ist man in gerade mal 20 Minuten am Strand.

Früher bin ich oft mit dem Fahrrad durch die Seenlandschaft gefahren, durch Wald und Wiese, vorbei an riesigen Industriedenkmälern, an weidenden Auerochsen, an den Apelsteinen. Dann habe ich mich abseits des Trubels ans Ufer gesetzt, in die Böschung, wo es keinen Sand, aber Badestege und Ruhe gibt. Heute sitze ich am Sandstrand in der Sonne und baue Matschburgen, wische Tränchen und Schlammspritzer aus Kinderaugen, krame ständig Sonnencreme, Apfelstückchen, Wasser, Sandförmchen, Feuchttücher aus der Tasche, esse Eis- und Pommesreste auf, verscheuche Fliegen und versuche einem zappeligen Kleinkind zu erklären, warum er mittags wenigstens eine halbe Stunde unter dem schattigen Sonnenschirm sitzen soll und warum Mamas Augen ständig zufallen.




Nett war es trotzdem, und fühlte sich sogar ein klein wenig wie Erholung an. Nur ein Cocktail mit viel Eis und Schirmchen hat gefehlt.

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