Montag, 25. April 2016

Monday you can fall apart

Schon wieder kein Samstagskaffee. Die Zeit, die Zeit. Meine Tage im Moment sind achtzehn Stunden lang, davon etwa eine Stunde für mich. Demnächst wird es wieder besser. Manchmal läuft es eben einfach nicht so.

Meine Mutter machte mich letztes Jahr wütend, als sie sagte, sie habe den Eindruck, mir werde das alles zu viel. Ich solle mir überlegen, ob ich das wirklich schaffe, so mit dem Studium. Wäre ich ein impulsiver Mensch, hätte ich sie angeschrien. So habe ich irgendetwas Leises gemurmelt, dass ich das schon schaffe, und mich später im schwesterlichen WhatsApp-Chat beschwert. Manchmal bin ich eben doch nicht so stark.

Das Wochenende war das anstrengendste, das ich in den letzten Monaten auf Arbeit erlebt habe. Gott sei Dank sind wir mittlerweile ein eingespieltes Team und haben es geschafft, die Nerven zu bewahren, uns gegenseitig aufzumuntern und am Ende doch irgendwann mal Feierabend zu machen. Manchmal läuft es dann eben doch.

Das Leben mit einem Dreijährigen hat seine Tücken, man sollte es kaum glauben. Zur Zeit sind zwei Drittel seiner Äußerungen Fragen. Das kann einen wahnsinnig machen. Der Rest sind unfreiwillig komische Sätze, die sofort wieder aufheitern. Tragisch wird es, wenn etwas nicht exakt so läuft, wie er sich das vorgestellt hat. Wenn man ihm ein Taschentuch reicht, statt des gelben "Tränchentuchs". Wenn man die Banane kleinschneidet, obwohl er nicht darum gebeten hat. Wenn man zum Staubsaugen den Bauklotzturm verrückt hat. Dann folgt regelmäßig ein empörtes "Aber das hab ich doch verkündet!" und Unverständnis, wenn die Eltern lachen.

Das Auslachen rächt sich in wenig schmeichelhaften Vergleichen. Neulich sah er ein Bild von Vlad dem Pfähler, und rief begeistert: "Der sieht aus wie die Mama!"

Übrigens:


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