Samstag, 13. Februar 2016

Samstagskaffee - Woche #7




Ich hab Blümchen bekommen!
Jeder, der mich schon mal über die ersten Schneeglöckchen (die auch schon gesichtet wurden) hat jauchzen sehen, weiß: ich liebe Frühblüher, erste Frühlingssonnenstrahlen, Frühlingsluft und überhaupt Frühling. Frühling! Ich bin ein Frühlingskind, genau wie meine Mutter und meine Großmutter vor mir, und mein Märzsöhnchen nach mir. Mein Mann weiß das auch, und als er die Narzissenbündel sah, brachte er mir spontan welche mit.

Das da oben ist übrigens das Äußerste an Frühstück, zu dem ich morgens fähig bin: Kaffee, Erdnusscreme, Schokocreme. Ich kann vor dem Mittag einfach nichts zu mir nehmen, das nicht mindestens zu 95% aus Zucker und Fett besteht. Wenn ich also mal frühstücke, dann süß. Samstags auch oft auf Arbeit, wo mir meine Lieblingsköche ein paar Pancakes zaubern - und es meistens mit nicht ganz ernst gemeinten Drohungen ob der frühen Arbeit servieren. Die ganz verwegenen schicken noch ein "Iss nicht so viel, du wirst zu fett!" hinterher.


Gelernt


Ansonsten war die Woche ganz der Prüfungsvorbereitung verschrieben, und das ist mäßig spannend. Das Dumme an Geschichtsprüfungen ist, dass alles und nichts drankommen kann, dass die Erstellung und Wertung komplett subjektiv in den Händen des jeweiligen Professors liegt und dass man oft genug nicht weiß, was man eigentlich lernen soll. Auch wenn alle denken, Geschichte bestünde darin, ein paar Zahlen zu wissen: das ist Schwachsinn.

Der Professor, dessen Gnade ich mich dieses Semester ausliefere, hält die verworrensten Vorlesungen der Welt, und die Leitfäden, die er dazu austeilt, sind noch schlimmer. Sie enthalten meist Namen und Lebensdaten, die weder etwas miteinander noch mit der Überschrift der Vorlesung zu tun haben, sondern einfach nur irgendwann in seinem endlosen Vortrag auftauchen. Unter der Überschrift "Maria Theresia und Friedrich II. von Preußen" ging es nicht ein einziges Mal um Österreich oder Preußen, geschweige denn die beiden Monarchen. Stattdessen tauchten der Deutsche Kaiser, der Kurfürst von Sachsen und verschiedene polnische Könige auf.

Sehr frustrierendes Ende eines sehr frustrierenden Semesters. Auch wenn ich Gelegenheit hatte, mich eingehend mit polnischer Geschichte zu befassen - auf verfassungshistorischer und dynastischer Ebene äußerst spannend. Es gab eine Zeit, als die polnischen Damen und Herren des Adels die begehrtesten Partien Europas waren, und jeder Thron war irgendwann einmal zumindest teilweise polnisch besetzt. Mir fiel auf, dass mein Geschichtsunterricht und auch mein bisheriges Studium die Polen etwas stiefmütterlich behandelt hat - und das, obwohl ich in einer Stadt zur Schule gegangen bin, deren kleinere Hälfte IN Polen liegt.

Gelesen


  • "Hollywood vs Heimatstolz" - absurde Darstellungen von Deutschland in US-Filmen/Serien
  • Flohbude war undercover bei Legida, und es war genauso absurd, wie es von außen auch immer aussieht.
  • Noch ne Muddi und ein etwas anderer Geburtsbericht
  • "Es war nur ein Mausrutscher" - ach, deswegen passieren all diese Versehen. Besonderes Highlight des Textes: "Sind die kopierten Passagen in Guttenbergs Doktorarbeit vielleicht nur hineingerutscht, weil er auf der Maus abrutschte? Hat Uli Hoeneß sein Geld durch einen ungeschickten Klick in die Schweiz befördert? Und Bushidos Texte – wahrscheinlich ein großes Missverständnis, genauso wie alles, was Akif Pirincçi schreibt."

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