Donnerstag, 17. Dezember 2015

Weihnachtsmarkt des Grauens

Vor zwei Jahren schrieb André Herrmann den Weihnachtsmarkt-Artikel mit der schönsten Überschrift, seit es Überschriften gibt: Weihnachtsmarkt in Leipzig: Betrunkene Muttis seit 1458.

Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu Weihnachtsmärkten. Einerseits hoffe ich jedes Jahr wieder, einen Schwung dieses tollen vorweihnachtlichen Duftes nach Waffeln, Glühwein, Weihrauch und gebrannten Mandeln einzuatmen, bunte Lichter und erzgebirgische Volkskunst zu bewundern; andererseits wird man dann eben von betrunkenen Muttis, dem Geruch nach altem Frittierfett und dem überteuerten Dekokitsch aus China wieder in die Realität zurückgeholt.

Aber nun hat man ja eben ein Kind, und das Kind möchte gern stundenlang vor einem bunten, lauten Karussell mit verschiedenen Nutzfahrzeugen stehen und jedes Mal, wenn das Feuerwehrauto mit lärmendem Blaulicht vorbeidreht, laut aufjauchzen. Selbst fahren kommt natürlich nicht in Frage, wird aber mit einem "Morgen fahr ich auch mit dem Feuerwehrauto!" jedes Mal aufs Neue angekündigt.






P.S: Der Leipziger Weihnachtsmarkt ist der sechstschönste in Europa. Und wenn man die Menschenmassen mit all ihren unschönen Nebenwirkungen ausblendet und sich das schön beleuchtete Alte Rathaus, den "mittelalterlichen" Nachmarkt und die fröhlichen Karusselfahrer ansieht, weiß man auch wieder, warum.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Advent, Advent #2 - Auf die Plätzchen, fertig, los!

Ein großer Vorteil am Muttersein ist ja, dass man plötzlich Kindheitserinnerungen und vernachlässigte Traditionen wieder ausgraben kann, ohne sich selbst kindisch zu fühlen. Dieses Wochenende standen Weihnachtsplätzchen auf dem Plan!

Beim Ausstechen und Verzieren war Herr F. mit großem kindlichen Ernst am Werk; nachdem im Adventskalender morgens ein eigenes kleines Ausstechförmchen steckte und die Vorfreude schürte, hatten es ihm vor allem meine DDR-Plasteförmchen angetan, die ich mir vor ein paar Jahren in einem dieser schrecklichen Ost-Kitsch-Läden gekauft habe. Herr Fuchs, Frau Elster und das Sandmännchen waren schon als Kind meine Favoriten in der Keksdose. Da sie leider auch immer die ersten sind, die zerbrechen, waren die Intakten unter meinen Geschwistern hart umkämpft, und irgendwie machte es mich zwanzig Jahre später froh, jetzt immer meine eigenen backen zu können.






Gerade beim Verzieren braucht man aber einiges an Geduld. Das Kind hat keinen Sinn für Symmetrie oder gleichmäßige Verteilung der Zuckerperlen. Stattdessen wurde ein armes einzelnes Sandmännchen mit einem Berg von bunten Streuseln versehen, die natürlich nicht halten wollten. Zwischendurch wurde die Pickup-Feuerwehr (hinten rechts) mit Dekor beladen und fuhr laut brummend Schlangenlinien, um Sterne und Schneeflöckchen zu versorgen. Dass dabei Zuckerguss auf der Tischplatte und allerlei Zucker in den Parkettritzen landete, störte nicht weiter.

Das Sandmännchen ist übrigens unter der süßen Last kollabiert und hat sich den Hals gebrochen - leider die häufigste Todesursache dieser Spezies.


Samstag, 5. Dezember 2015

Samstagskaffee: Frühstückslektüre




Die erste Dezemberwoche ist rum! Mein Kaffee wird heute ganz festlich neben meinem Lieblings-Adventskranz serviert. Er ist wagenradgroß, aus Eisen und verströmt eher Industriecharme als Gemütlichkeit, aber ich mag ihn irgendwie. In den letzten Jahren habe ich ihn immer mit Tannengrün und Stechpalme dekoriert. Dieses Jahr steht er aber im Wohnzimmer und damit in Kinder- und Katzenreichweite.

Außerdem spannend diese Woche




Schönes Wochenende!

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Advent, Advent #1 - Let it snow.

Auch wenn ich in der kalten, harten Realität kein großer Fan von kaltem Wetter bin  - nicht, dass ich friere, ich mag es nur nicht, mich wie ein Michelin-Männchen zu fühlen - habe ich doch nichts dagegen, Schneeflocken beim Fallen zuzusehen, und sei es nur von meinem gemütlichen Sofa aus, in Jogginghosen, vor dem Bildschirm.

Da die Neunziger mit ihren blinkenden, schreiend bunten Homepages Gott sei Dank vorbei sind, rieseln auf meiner Startseite lediglich ein paar simple Times-New-Roman-Flöckchen durch's Bild. Ist es Zauberei? Nein, schlimmer - JavaScript!

Und so geht's


1. Irgendwo auf der Seite ein HTML/JavaScript-Gadget einbauen.
2. Dieses Script einfügen (Open- und Close-Tags nicht vergessen!)
3. Speichern. Jogginghosen anziehen und zurücklehnen.


Damit der Effekt deutlicher wird als auf meinem weißen Hintergrund, hier ein passendes Bild:



(c) Kora27; Lizenz: CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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