Samstag, 28. November 2015

Samstagskaffee: Citius, altius, fortius!

Samstag! Kaffee!





Hier im Bild: Großelterliche Geburtstagskarte für meinen alten Mann.

Gestern traf tatsächlich das alljährliche Adventspäckchen meiner Oma bei uns ein, und leitete vier Wochen der schamlosen Völlerei und des Zuckerkomas ein. Ich bin ja ein echtes Weihnachtskind und kriege schon leuchtende Augen, wenn die ersten Weihnachtsbeleuchtungen aufgehängt werden und friedlich vor sich hin glitzern. Ab morgen wird es bei mir ausschließlich Weihnachtsmusik zu hören geben, ich werde Menschen mit "Last Christmas" nerven und den kleinen Herrn F. zum Weihnachtsbasteln überreden - und Omis Adventspaket ist jedes Mal der Startschuss.

Diese Woche hat mich die Erkenntnis eingeholt, dass ich das Pensum, das ich mir mit Uni-Kind-Job-Haushalt aufgehalst habe, auf Dauer nicht durchhalten werde. Deswegen habe ich Arabisch über Bord geworfen, weil es einfach nicht sehr sinnvoll ist, ein Nebenfach zu betreiben, für das man fünfmal so viel Zeit und Speicherplatz benötigt wie für sein Hauptfach.

Stattdessen wiederhole ich seit drei Tagen fleißig Latein und werde die Prüfung, die ich vor drei Jahren vermasselt habe, am Ende des Semesters nachholen. Und wünsche mir bis dahin jeden Tag, ich hätte in der Schule mein Latinum gemacht.




Herr F. und das schwarze Monster. Daneben das orangene Monster. Nicht mehr im Bild: Das Popelmonster. Es macht zwar tierische Spaß, mit einem Zweieinhalbjährigen Graffitti zu interpretieren, zu beinahe allen anderen Gelegenheiten geht er mir jedoch auf die Nerven. Ständige Wutanfälle, Tobsucht und Geheul inklusive. Ich glaube, er bleibt so bis zur Pubertät ;-)

Frohen Ersten Advent zusammen!

Mittwoch, 25. November 2015

Adventsbastelei: Massagebutter mit Zimtgeruch

Der erste Advent rückt näher, und das Geschenkefieber steigt langsam. Deswegen und weil Glühweintrinken am Vormittag nur mit einer guten weihnachtlichen Ausrede zu rechtfertigen ist, habe ich mich mit einer Freundin zum Weihnachtsbasteln verabredet. Und weil ich schon letztes Jahr entdeckt habe, wieviel Spaß es macht und wie einfach es ist, Kosmetik selbst anzurühren, haben wir uns an Massagebutter gewagt.

Rezept


  • 50g Bienenwachs
  • 50g Jojoba-Öl
  • 50g Kakaobutter
  • einige Tropfen ätherische / Duftöle


Gute (Natur)Kosmetik enthält so wenig Inhaltsstoffe wie möglich. Am besten kombiniert man hochwertige Öle entsprechend ihren pflegenden Wirkungen. Ich habe mich für Jojoba entschieden, weil es einige sehr spezielle Eigenschaften hat, z.B. mit Wasser mischbar ist und in Cremes die Haut ideal mit Feuchtigkeit versorgt. Bienenwachs sorgt für zusätzliche Festigkeit, genau wie die Kakaobutter, die gleichzeitig bei Wärme (Massage) schmilzt.

Zuerst werden die Zutaten in einem sauberen Topf geschmolzen; das Wachs zuerst, weil es am längsten braucht, das ätherische Öl zuletzt, weil es sich leicht verflüchtigt. Ich habe Zimt-Duftöl von dm genommen, weil es schließlich schon weihnachtet und Zimtgeruch sehr entspannend wirkt.

Am Ende einfach in Silikonförmchen gießen, kalt werden lassen und fertig.





Donnerstag, 19. November 2015

Blog-Nostalgie

Es ist still hier geworden, und das hat einen Grund. Mehr als einen, aber dazu später. Fadenvogel hat gefragt, wie das Bloggen angefangen hat bei "uns", wann und wie und warum wir angefangen habe.

Ich habe mit 15 angefangen zu bloggen. Wer rechnen kann, weiß, dass das exakt zehn Jahre her ist. Damals hatte ich einfach viel im Kopf, das raus musste, und wenig, was ich sagen konnte. An meinem ersten Schultag in einer neuen Schule fragte mich eine Mitschülerin, ob ich nicht gerne rede, und als ich den Kopf schüttelte, scherzte sie "Du schreibst wohl lieber?". Ganz genau.

Zuerst baute ich eine Homepage, dann noch eine, dann noch eine. Ich habe mich intensiv mit html befasst und es ging mir mehr um Form als Inhalt, denn, let's face it, fünfzehnjährige Mädchen sind wenig interessant. Was genau ich dort kundtat, kann ich gar nicht mehr sagen, nur dass es schrecklich bunt war. Das galt auch für den Blog, der als nächstes kam. In ihm ging es um Belanglosigkeiten aus meinem Alltag, (einigermaßen) unterhaltsam formulierten Klatsch und Lästereien über Lehrer.

Der Blog schlief ein, als ich anfing, zusammenhängende Texte zu schreiben, mich an der schuleigenen Lesebühne zu engagieren und ja, man sah mich auch auf einem oder zwei Poetry Slams. An dieser Stelle eine kurze Pause für ein peinliches Video, das ich bisher verheimlicht habe:





Ja, so sah ich aus. Ja, ich zittere vor Aufregung.

Als ich nach Leipzig zog, war es seltsamerweise damit vorbei. Meine kreative Ader versickerte fast vollkommen, zu viel Neues stürmte jeden Tag auf mich ein, und es gab so viel bessere Beschäftigungen, als im stillen Kämmerlein vor sich hin zu tippen. Ähnlich geht es mir im Moment wieder.


Samstag, 14. November 2015

Samstagskaffee: Kaiserlicher Herbst

Der Leipziger (Süd)Westen ist, fernab jeglichen Hypes, besonders im Herbst schick anzusehen, wenn man wie ich ein Herz für Industriegeschichte hat. Die roten Klinker und das gelbe Laub, die Trauerweiden am Kanal, alles sieht irgendwie hübsch und friedlich aus. Ganz nebenbei komme ich auch jedes Mal an dieser hübschen Lokalität vorbei:



(c) kaiserbad-leipzig.de


Heute sogar aus einem bestimmten Grund: Das Kaiserbad feiert House Warming. Ab acht gibt es dort Musik, Buffet und "Flying Service" - und mitten drin: mich!

Werbepause Ende. Die Woche war, wie die letzte, anstrengend, aber eintönig. Ich habe viel gelernt, gelesen, gedacht und gearbeitet. Zum Schreiben blieb dabei wenig Zeit und Lust, auch wenn ich einige längere Artikel vor mir herschiebe. Dafür waren andere Blogger fleißig, und weil ich sie selbst so gern lese, gebe ich heute mal ein paar Empfehlungen ab, was mich diese Woche bewegt hat:


  • Martin von Dunkel.Dreckig.Reudnitz., einem der besseren Leipzig-Blogs, hatte ungebetenen Besuch.
  • Daniela von Green Bird macht großartige Wanderungen, und obwohl ich die Umgebung von Graz nicht kenne und auch kein großer Bergfreund bin, mag ich die Fotos immer.
  • Etwas kinderlastiger: Chronik eines Scheiterns auf dem Väter-Blog "Ich bin dein Vater". Manchmal geht eben alles schief, und es hilft nur: Zähne zusammen beißen und durch.
  • Einen etwas anderen Zugang zu Wolle, als ich den hier sonst pflege, bieten "Mimi&Käthe" :-) (Ausnahmsweise sogar mal SFW)
  • Und wer einfach nur mal das Elend dieser Welt ausblenden und herzhaft lachen möchte, dem empfehle ich ganz allgemein den Blog vongestern.com, der u.a. Bravo-Artikel der letzten Jahrzehnte sammelt und, nunja, kommentiert.


Schönes Wochenende!

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