Donnerstag, 8. Oktober 2015

Weck' me up, before you go-go...

Zugegeben, der Witz ist schlecht. Aber alles, auch Einwecken, macht viel mehr Spaß, wenn man dabei einen kleinen quietschbunten George Michael vor Augen hat, der im Dunkeln leuchtet und trällernd durch die Achtziger hüpft.





Dieses Jahr habe ich mich etwas eingehender mit Wildobst beschäftigt, und sammle gerade fleißig für meinen Weihnachts-Likör. Den setze ich aus selbstgemachtem Sirup und Hochprozentigem an; eigentlich sollte Holunder der Hauptbestandteil sein. Im Sommer war bereits Holunderblütensirup dran, der super geworden ist und ab und zu mit Minze und Zitronensaft zu Limo oder Hugo aufgegossen wird. Den Beeren dagegen ist der Sommer nicht bekommen - egal welchen Strauch man anschaut, die eine Hälfte der Beeren ist verdorrt, die andere grün. Deswegen wird kräftig gemischt - Kornelkirsche, Weißdorn, Zierquitten, Mispeln, Schlehen, Äpfelchen, Eberesche,... alles, was der herbstliche/winterliche Park so hergibt, kommt in den Topf. Und den Anfang macht ein wirklich ausgezeichneter...

Zierquitten-Zimt-Sirup




  • 0,75 kg Zucker
  • 2 kg Zierquitten
  • 2-3 l Wasser
  • 1 TL Zimt
  • Gewürze: In meinem Fall eine marokkanische Mischung aus Zimt, Nelke, Kardamom und schwarzem Pfeffer, die ich eigentlich mal für Couscous gekauft und für zu Pfefferkuchenartig befunden habe
  • n. B. Vanilleextrakt, Zitronenschale und -Saft, Minze... (Alles kann, nichts muss)


Früchte kleinschneiden, entkernen ist nicht nötig. Mit Wasser aufkochen, dabei immer wieder rühren. Dann abkühlen und 24 Stunden ziehen lassen. Die Früchte habe ich kurz mit dem Kartoffelstampfer bearbeitet. Am nächsten Tag durch ein Sieb abseihen und den Saft mit dem Zucker und den Gewürzen aufkochen, zwei Stunden im offenen Topf köcheln lassen, bis er eine dunkle (rötliche) Farbe angenommen hat. Zum Schluss heiß in (ausgekochte!) Flaschen oder Gläser füllen. Der Sirup geliert ganz leicht an; eine Stunde mehr hätte vielleicht Gelee draus gemacht, dazu würde ich dann aber noch Zitronenschale und/oder extra Pektin zusetzen.

Der Sirup schmeckt wunderbar weihnachtlich, wenn auch eher nach Äpfeln als Quitten. Aber um den süßen Geruch zu erhalten, rät das Internet zur Dampfentsaftung, und ich habe leider keinen Entsafter. Meine Mutter hatte mal einen, vielleicht sollte ich sie fragen, ob es den noch gibt.

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