Samstag, 17. Oktober 2015

Samstagskaffee mit Katze

Die Arabisten stehen gerne früh auf. Nicht nur finden die Veranstaltungen allesamt am Morgen oder Vormittag statt, sondern das Semester beginnt auch bereits, wenn die Historiker, traditionell eher energiesparend veranlagt, noch friedlich schlafen. Also war meine Woche vor allem mit Arabisch-Wiederholungen und dem Einstieg in die neuen Lektionen gefüllt. Dabei hatte ich ein paar Erinnerungslücken zu füllen, aber nicht so viele wie gedacht. Wenn's erstmal läuft, läuft's.


Immer dabei: Der Kater mit Bart.

Dieses Semester haben über 200 junge Menschen angefangen, in Leipzig Arabistik zu studieren. Das ist, schätze ich, ein neue Rekord, und spiegelt ganz gut das derzeitige Interesse und auch den Bedarf an Vermittlungsinstanzen zwischen "uns" und arabischsprechenden Menschen. Als ich damals anfing, waren wir etwa 30, und auch da hieß es schon, so viele gab es noch nie. Erfahrungsgemäß gibt etwa ein Drittel bis die Hälfte auf. Die Dozenten kämpfen gerade damit, diese Massen zu bändigen, denn wir sind hier immer noch in Sachsen und Hochschulen brauchen kein zusätzliches Personal oder gar Geld, erst recht nicht an der Uni Leipzig, die sich, anders als die sogenannte Exzellenz-TU Dresden, gerne mal unbeliebt macht.

Ansonsten hat mich diese Woche ein längst fälliger Abgesang auf Hypezig erheitert. An dieser Stelle erwähne ich gerne, dass ich schon in Leipzig war, bevor es cool wurde, in Leipzig zu sein. Und ich bleibe hier, nachdem es uncool wird, in Leipzig zu sein. Wenn ich denn einen dieser Jobs finde, von denen es laut Artikel hier keine gibt.

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