Donnerstag, 30. Juli 2015

Von der Schwierigkeit, sich mit Müttern zu verabreden

Zugegeben, ich bin ein schwieriger Entscheider. Wer sich mit mir treffen möchte, sollte schon einen Plan haben, denn eh ich herausgefunden habe, was ich eigentlich will, ist der Abend vorbei.

Das Kinderhaben macht die Sache natürlich nicht leichter, wenn man plötzlich Nickerchen, Bettgehzeiten, Snacks und eine gesicherte Betreuungskette im Hinterkopf behalten muss.


Dieser Kuchen könnte dir gehören!


Trotzdem versuche ich, ein halbwegs stabiles soziales Leben zu führen, und dann nervt es mich tierisch, wenn kinderlose Freunde und Bekannte nicht in der Lage sind, sich für fünf Minuten in meine Lage zu versetzen, anzuerkennen, dass ich eben ein bisschen besser planen muss, und ihr trotziges ich-will-aber-dann-und-nicht-eine-Stunde-später auch noch als "spontan" verkaufen wollen.

Dabei ist das doch nicht schwer

Ich erwarte ja auch von niemandem, dass er eher Feierabend macht, um mit mir Essen zu gehen, oder dass er sein Mittagessen auf den Nachmittag verschiebt, weil mir eben danach ist.

Erstaunlicherweise scheint der "Aufwand", sich bei Verabredungen abends auf nach 20 Uhr zu beschränken oder mittags auch eine ruhige Ecke für ein Kindernickerchen auszusuchen, ein so ungeheurer zu sein, dass man es lieber bleiben lässt, sich mit mir verabreden zu wollen. Ich habe mehr und mehr das Gefühl, das sei einfach nur eine weitere Möglichkeit für viele, zu beweisen, wie doof denn dann alles ist, wenn man erst mal Kinder hat, wie spießig man wird und wie unfrei, obwohl sich an mir wenig dahingehend geändert hat.

Denn früher hatte ich nicht besonders viel mehr Zeit, ich hatte nur andere Verpflichtungen, und dann hieß es eben nicht "Da muss ich aber mein Kind mitbringen!", sondern "Da hab ich nur eine Stunde, dann muss ich arbeiten!" oder "Ich kann nicht über's Wochenende wegfahren, ich muss meine Katze füttern!"

Ach, ach.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Neuerer Post Älterer Post
Design und Inhalt © Morjanne | 2015