Freitag, 19. Juni 2015

Was, deiner isst das?! Veganes Mittagessen mit Kind.

Kinder und Gemüse, das Thema, das anscheinend Mütter allerorten und schon immer in den Wahnsinn treibt. Bücher, Filme und Serien sind randvoll mit Kindern, die ihren Spinat auf Wänden und Möbeln verteilen, Eltern, die mit allen möglichen Tricks versuchen, dem Nachwuchs ein Brokkoliröschen einzuverleiben, Versprechungen von körperlicher Stärke und Intelligenz inklusive.

Und wenn das nicht hilft, folgen Drohungen über böse Hexen und schlechtes Wetter.




Ich weiß nicht, ob mein Kind einfach seltsam ist oder ein entspannterer Umgang mit Essen tatsächlich geholfen hat, aber Gemüse war bei uns nie ein Problem. Der kleine Herr F. hat von Anfang an fast alles Grünzeug gegessen, was wir ihm vorgesetzt haben. Etwas anderes wäre ihm auch gar nicht übrig geblieben, da wir selten Fleisch und Fisch essen und der liebende Vater ständig Angst hatte, dem Kind könne irgendetwas Knochiges im Hals stecken bleiben.

Deswegen bekam Herr F. Beilagen, entwickelte eine seltsame Vorliebe für Brokkoli und auch wenn er zu Hause oder bei der Tagesmutter Fisch und Fleisch isst, bleiben die eher liegen als das Gemüse. Ein Lieblingsklassiker dabei ist Grillgemüse mit Reis (kleine Sauerei) oder Couscous (große Sauerei).

Mittwoch, 17. Juni 2015

Krawall, Krawall!

Was können wir Ossis besonders gut? Richtig, unzufrieden sein. Und was tun wir mit all der Unzufriedenheit? Wir wenden uns wahlweise linken oder rechten Strömungen zu und schlagen alles kurz und klein.

Nicht, dass mich Leute, die das tun, nicht nerven würden. Es macht keinen Spaß, an Haltestellen mit abgefackelten Mülleimern und zerkloppten Scheiben zu warten. Es macht auch keinen Spaß, sich immer wieder montags für die 200 Würstchen fremdschämen zu müssen, die da als "Legida" zwei Meter spazieren gehen und damit mehr Aufruhr verursachen als nötig.

(c) dpa via faz.net

Sonntag, 14. Juni 2015

If you don't Instagram it, it never happened.



Aber ich will ja nicht zynisch sein - ich mag Instagram. Entgegen aller Klischees kenne ich auch nur wenige Leute, die Fotos von ihrem Mittagessen posten. 
Häufiger sehe ich Schnappschüsse von Zimmerpflanzen, selbst angesetzten Schnäpsen, Fachwerkhäusern (#streetsofquedlinburg), Katzen (#catoftheday) und Brüsten. Dinge, die man sich gern ansieht.


Ein von @morjanne90 gepostetes Foto am
Mittwoch, 3. Juni 2015

Auf den Nadeln im Juni

Die Zeit zum Stricken ist knapp, die freien Abende kurz, aber zum Glück ist das Wetter spielplatzgeeignet; und während die anderen Muddis im Sandkasten sitzen und ihre Kinder wegschicken, weil sie das Sandschloss immer kaputt machen, mach ich es mir mit Kaffee und Stricknadeln am Rand gemütlich.

Ahoi, Matrose!

Ein bisschen Seefahrerromantik ist ja seit ein paar Jahren überall zu sehen, und eigentlich warte ich nur noch darauf, dass wieder Kinderfotos in Matrosenuniformen wie im Kaiserreich modern werden. Bis dahin aber bekommt mein Söhnchen eine Umhängetasche mit gehäkelter Anker-Applikation.



Strickjacke die nächste

Weil man nie genug Jäckchen für laue Sommerabende haben kann, habe ich mir eine Anleitung von DROPS herausgesucht. Da die Wolle, die ich verwende, ein bisschen leichter ist, habe ich dünnere Nadeln (3,0) genommen und dafür die Maschenzahlen von Größe M statt S.



Und in Planung

Demnächst steht ein Kleid aus Baumwolle auf der Liste - ich habe mich aber noch nicht endgültig entschieden, mit welchem Muster ich anfange:




Verlinkt bei Maschenfein.
Dienstag, 2. Juni 2015

Pack die Nähmaschine aus, es wird Frühling!

Was Handarbeiten angeht, bin ich furchtbar ungeduldig und schusselig. Aus diesem Grund bin ich eigentlich eine recht gute Strickerin, weil ich nach ein oder zwei Reihen auch längere Muster im Kopf habe und einfach so vor mich hin arbeite. Nach drei, vier Abenden sind die meisten Projekte fertig und dann geht es an etwas Neues.

Beim Nähen sieht es da schon anders aus. Die Arbeitsschritte sind länger und kleinteiliger, man muss sauberer arbeiten und Schusselfehler sind oft unkorrigierbar. Das frustriert, und hält mich davon ab, die Maschine doch mal wieder aus dem Regal zu holen, obwohl mir gerade für den Nachwuchs schöne Dinge einfallen würden.

Aber bekanntlich wird dieses Jahr alles anders und weil die Handarbeitskisten nach Resteverwertung schreien, hab ich mir das Simpelste vorgenommen, was mir einfiel - der kleine Mann braucht Halstücher.

Also Maß genommen, Schnittmuster auf einem Stück Altpapier entworfen, zwei Sorten Baumwollstoff ausgesucht und zugeschnitten, ratzfatz-zickzack-vernäht, fluchend wieder aufgetrennt weil natürlich falsch herum, neu vernäht, versäubert, mit Druckknöpfen versehen und - BÄM - Halstücher mit allerlei Fahrzeug.



Alles etwas unsauber, stört den Zwerg aber nicht.

Verlinkt bei: Creadienstag
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